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radio-eiskalt.de, 21.12.09

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 22.12.2009 07:11
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

ECC verliert ,normal hoch’ gegen Halle

20.12.2009 Alles wie erwartet beim Gastspiel der Saale Bulls: Die Preussen waren eine Klasse schlechter und unterlagen 1:8 (0:4, 0:2, 1:2). Immerhin, nach exakt 160 Minuten und 47 Sekunden ohne Torerfolg endete die Sturmflaute der Berliner.

Nach den Pleiten gegen Jonsdorf und Erfurt versuchte Trainer Heiko Awizus, seiner Mannschaft mit einigen Umstellungen neues Leben einzuhauchen. Überraschung auf der wichtigsten Position: Der erst 17-jährige dritte Goalie, Jan Kremer, stand zwischen den Pfosten. Björn Leonhardt feierte seinen 31. Geburtstag wegen einer Leistenverletzung nicht auf dem Eis - es wäre auch eine traurige Party geworden. Tim Rüger hatte am Freitag gegen Erfurt nicht unbedingt überzeugt. Kremer war aber keineswegs der Benjamin, Dave Simon ist noch zwei Monate jünger. Christopher Scholz wurde in die erste Sturmreihe befördert. Die Rückkehrer Aleksandrs Fadejews und Rick Giermann füllten die zweite bzw. dritte Reihe auf. Nico Jentzsch und Kim-Joel Krüger spielten dagegen nicht. Einen weiteren Auftritt gab es für das zaghafteste Verteidigerpaar der Liga, Lino Werner und Paul Konietzky.

Mit einem Fünfer-Defensivriegel in der neutralen Zone wollte der ECC dem Sturmwirbel der Gäste begegnen. In den ersten Minuten klappte das gut, die Berliner wehrten sich vielbeinig und aufmerksam gegen die Kombinationen von Halle. Das erste Powerplay der Preussen brachte mehrere Chancen. Gar nicht auszudenken, was möglich gewesen wäre, hätte hier Watzke oder Fadejews oder Giermann die Führung erzielt. Auch der sicher wirkende Torwart Kremer machte Hoffnung, als er die ersten Paraden ablieferte. Aber dann die 6. Minute und eine ECC-Abwehr als Hühnerhaufen: Ohne Not wurde der Puck im eigenen Drittel auf Irrfahrt geschickt, statt nach vorne zu spielen. Ein simples Zusammenspiel der Bulls genügte, um das Spielgerät abgefälscht über die Linie zu bringen. Gegenüber verlud Kay Hurbanek einen Abwehrspieler auf der linken Seite, passte zum einschussbereiten Center Scholz, aber der haute risikofreudig an der Scheibe vorbei. Im Gegenzug machte Jan Fadrny das 0:2 im Alleingang, niemand konnte den eleganten langen Tschechen auch nur ein wenig stören.

Die Gäste drehten auf und kamen durch lehrbuchartig herausgespielte Treffer zur Vorentscheidung. Aber beim 0:3 durch Hruby war wieder Schlendrian des ECC beteiligt: Holger Mix war eben von der Strafbank zurück, es fehlte nur ein Befreiungsschlag. Viel zu oft waren die Berliner nicht in der Lage oder unwillig, die Situation so zu klären, wie es die Konstellation verlangte. Das 0:4 in doppelter Unterzahl war hingegen unmöglich zu verhindern. Hier zeigten die Bulls ihren Torhunger mit einer wunderbar aufgelegten Granate von der blauen Linie. Der ECC konnte umgekehrt Norbert Pascha nicht in Verlegenheit bringen. Allmählich fragten sich die Älteren im Stadion: Wann war eigentlich das letzte Tor der Preussen? Antwort: Philip Reuter, der auf Krücken gestützt dem Trauerspiel beiwohnte, schoss es in der 7. Minute gegen Jonsdorf. Seit mehr als sechs Dritteln herrschte also Sturmflaute!

Neue Formationen im zweiten Drittel: Schertz ging in die Abwehr, Fadejews zu Leciejewski und Hurbanek. Aber was nützt das Wechseln, wenn am Ende doch nur der Tscheche trifft. Fadrny konterte erfolgreich, nachdem Konietzky, jetzt Stürmer, an der Mittellinie hängen geblieben war. Hier fuhren, um ein Bonmot von Ex-Trainer Marco Rentzsch zu zitieren, VW Käfer in der Formel 1 mit. Wobei man fragen könnte, was ein Akteur wie Jan Fadrny, der in Tschechien 1. Liga gespielt hat und 1998 von den Pittsburgh Penguins gedraftet wurde, in der 4. Liga Ost sucht - außer Geld. Findet sich denn kein deutscher Zweitligist für ihn? Natürlich ist es erfreulich, höher begabte Leute wie Fadrny oder neulich Arturs Kruminsch im Unterhaus brillieren zu sehen. Aber was soll ein bettelarmer Klub wie der ECC den 'Kontis' und 'Fölis' der Konkurrenz entgegensetzen? So sinnierte die Tribüne, während die Berliner weiter ihre gelegentlichen Chancen versiebten und Halle ein Break zum 0:6 versenkte.

Ärgerlich war das teilweise nachlassende Engagement beim ECC. Manche rackerten noch für den Ehrentreffer, andere fuhren alibimäßig herum und spielten lässig durch die Gegend. Unmöglich sind diese nonchalanten Fehlpässe im Aufbauspiel - nicht selten von Lino Werner, der es besser kann. Ist bereits alles egal? Der Gegner sagt danke und lacht sich eins. Schon nach 15 Sekunden im Schlussdrittel ging ein Hallenser solo. Torwart Kremer war aber stets gut auf dem Posten und verhinderte die zweistellige Niederlage. Und dann: Erlösung! Nach 160 Minuten und 47 Sekunden, nach 17 Toren der Gegnerschaft traf auch mal wieder ein Preusse. Rick Giermann schloss eine temporeiche Aktion mit einem satten Schlagschuss ab. Das reizte die Bullen zu neuer Offensive und noch zwei Toren. Beim letzten Treffer des Nachmittags schlief wieder die Abwehr, Nummer 23 hätte den Puck leicht entschärfen können. Die sportliche Leitung des ECC muss jetzt überlegen, mit welchen Spielern sie die Wende schaffen will/kann - und mit welchen nicht. Ohne Verstärkungen droht der letzte Platz.


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