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ESC Halle 04 e.V. 21.11.2009

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 22.11.2009 00:52
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

Teuer erkämpfter Punktgewinn

Am Freitag war es wieder soweit – das „Autohaus Fritz“ präsentierte mit seinen Marken Chrysler, Doge und Jeep nicht nur zahlreiche Fahrzeuge auf dem Eis, sondern auch das mitteldeutsche Derby zwischen den Saale Bulls und Blue Lions aus Leipzig, welches die Messestädter nach einer denkwürdigen Partie am Ende etwas glücklich mit 3:2 n.P. für sich entscheiden konnten.

Vor Spielbeginn standen jedoch zuerst die „Sterne des Sports“ auf dem Plan, eine jährlich von der Volksbank verliehenen Auszeichnung für Sportvereine und deren soziales Engagement. Unter den Augen zahlreicher hochrangiger Sportfunktionäre und Politiker ging der 1.Platz (1000 Euro) an den SV Halle e.V. für dessen Projekt „Förderung des Sportes“ für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien zur Integration in das Vereinsleben. Auf den Plätzen zwei (500 Euro) und drei (250 Euro) folgten das Projekt Nachwuchsfußballcamp des HFC e.V. sowie die Initiative Mitteldeutschland bewegt von ran e.V. Der ESC Halle 04 e.V. gratuliert den ausgezeichneten Vereinen und wünscht vor allem dem SV Halle e.V. viel Glück bei dem Ausscheid „Sterne des Sports“ auf Landesebene am 02.12. in Magdeburg, für welchen er sich mit dem ersten Platz qualifiziert hat. Seinem Verein ebenfalls die Daumen drücken wird sicherlich Schwimm-Doppelweltmeister und langjähriger bekennender Saale Bulls–Fan Paul Biedermann, welcher vor dem Spiel für seine sportlichen Leistungen seitens des ESC Halle 04 e.V. nicht nur mit einem eigens für ihn angefertigten Trikot beschenkt wurde, sondern ab sofort auch Ehrenkapitän der Saale Bulls ist. Dass er auch das gefrorene Element beherrscht, bewies Biedermann umgehend, als er vom Mittelpunkt den Puck direkt im Tor versenken konnte.

Nach einer von Pyrotechnik begleiteten Mannschaftsvorstellung der Saale Bulls begann dann das Spiel vor rund 3.200 anwesenden Zuschauern, von denen zu diesem Zeitpunkt noch keiner ahnen konnte, dass sie einer denkwürdigen und langen Partie beiwohnen werden.

Bereits nach dreizehn gespielten Sekunden schickte Hauptschiedsrichter Morlock den ersten Leipziger auf die Strafbank. Die sich dadurch ergebene Überzahl nutze Martin Miklik mit einem Rückhandschuß zur 1:0-Führung, welche jedoch sieben Minuten später durch Jens Müller wieder egalisiert wurde. Für den ersten Aufreger des Abends sorgte in der 14.Spielminute Jan Fadrny, als er und der Leipziger Michael Henk das erste Mal aneinander gerieten – ein erster Hinweis darauf, was im Laufe des Abends noch geschehen würde. Da die Löwen ihre vierminütige Überzahl (Fadrny durfte 2+2 absitzen) nicht in einen Torerfolg ummünzen konnten, ging es mit einem 1:1 in die erste Drittelpause.

Nach etwas mehr als zwei Minuten im mittleren Spielabschnitt ließ Arthur Gross den Fanblock erneut jubeln und Leipzig-Goalie Jan Münster zum zweiten Mal hinter sich greifen. Leider wurde das naturgemäß immer emotionsgeladene Derby mit fortlaufender Spieldauer zusehends ruppiger und härter. So geriet Alexander Rusch in der 32.Spielminute ebenfalls mit Michael Henk zusammen und tauschte mit ihm schlagende Argumente aus, welche dem Leipziger 2 Strafminuten einbrachten, während Halles #14 für 2+2+2 auf der Bank Platz nehmen durfte.

Dann folgte die 38.Spielminute, die auch noch lange nach Spielschluss für Diskussionen unter allen Besuchern sorgte und eigentlich nichts mehr mit Eishockey gemein hatte.
Nachdem Florian Eichelkraut in jener 38.Minute eine Überzahlsituation zum 2:2-Ausgleich für die Leipziger nutzen konnte, eskalierte nur 12 Sekunden später die gesamte Situation: Im Mittelkreis wurde Jedrzej Kasperczyk dermaßen hart von Leipzigs Felsch angegangen, dass der Bulls-Kapitän mit einer offenen und stark blutenden Platzwunde minutenlang auf dem Eis liegen blieb und ärztlich versorgt werden musste. Während sich das Schiedsrichtergespann noch ein Bild von der gesamten Situation machte, gerieten sich beide Mannschaften an den Spielerbänken in die Haare, was zu einer Rudelbildung und daraus resultierenden Boxeinlagen führte. Am Ende standen Spieldauerdisziplinarstrafen für die Leipziger Felsch und L. Müller zu Buche sowie eine Matchstrafe für Rusch. Der HSR tat gut daran, die Drittelpause um zwei Minuten vorzuverlegen, damit sich einerseits die Gemüter beider Mannschaften wieder etwas beruhigen und andererseits das blutige Eis vorzeitig erneuert werden konnte.

Im letzten Spielabschnitt nahmen beide Mannschaften dann die Härte aus dem Spiel und blieben fast komplett von Strafzeiten verschont – fast. Denn in der 50.Spielminute gerieten erneut Jan Fadrny und Michael Henk aneinander. Anschließend war die Partie für Halles Top-Scorer beendet, da er vom HSR wegen einem Check gegen Kopf- oder Nackenbereich ebenfalls mit einer Matchstrafe belegt wurde.

Da Kilian Glück zwanzig Sekunden die letzte Chance des Spiels leider nicht verwerten konnte, musste die Entscheidung über den 2.Punkt im Penaltyschießen herbeigeführt werden. Beim Duell Schütze gegen Torwart konnten Tomas Burian und Martin Miklik Leipzig-Goalie Münster leider nicht überwinden, während Norbert Pascha gegen Jozef Potac und Lars Hoffmann das Nachsehen hatte. Damit ging der Zusatzpunkt an die Messestädter, welcher allerdings hart erkämpft und teuer bezahlt wurde.

Fazit: Mit Ausnahme der 38.Minute ein spannendes und packendes Derby, abgerundet durch eine friedliche und stimmungsvolle Atmosphäre auf den Rängen, aus Halles Sicht allerdings mit dem falschen Sieger. Denn objektiv betrachtet waren die Saale Bulls an diesem Abend einen Tick besser als die favorisierten Leipziger, denen man sich erst in der „Glückslotterie“ Penaltyschießen geschlagen geben musste.

Der ESC Halle 04 e.V. bedankt sich bei den zahlreichen beteiligten Partnern (Autohaus Fritz, Zanzibar, Volksbank Halle (Saale) eG, HDI-Versicherungen), die das Spiel zu einem ganz besonderen Erlebnis für alle Besucher gemacht haben und bei allen ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern, die nicht nur am Freitag für einen reibungslosen Ablauf am Gimritzer Damm gesorgt haben


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