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MZ 13.11.2009

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 13.11.2009 06:56
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

«So lange ich laufen kann»
Jedrzej Kasperczyk will den Saale-Bulls noch lange treu bleiben - Am Freitag kommt Preußen Berlin zum Punktspiel

HALLE/MZ. Spaß zumindest haben sie, die Saale-Bulls. Auch und vor allem im Training. Da werden zum Schluss mal wieder Penalty geschossen und, wie das im Eishockey nun mal so ist, am Ende gewinnt meistens der Torwart. Stellvertretend für den Unglücksschützen muss der Rest der Mannschaft ein paar Liegestütze auf dem kalten Eis machen. Mitten drin Kapitän Jedrzej Kasperczyk, der es doch mit seinen 41 und einem halben Jahr so langsam mal etwas ruhiger angehen könnte. "Ach, mir macht's Spaß hier. Zu Hause vor dem Fernseher zu sitzen, darauf habe ich noch keinen Bock", sagt der gebürtige Pole, der nun das fünfte Jahr in Halle ist und bislang seine beste Saison überhaupt spielt. "Der Verein hat mir gesagt, dass sie mich brauchen. Da mache ich halt weiter, so lange ich laufen kann und so lange ich von schweren Verletzungen verschont bleibe."

Wenn der Körper mitspielt, könnte Kasperczyk tatsächlich noch sechs Jahre lang das Trikot mit der Nummer 7 für die Saale-Bulls tragen. Dann wäre Töchterchen Olivia 18 Jahre alt, und dann wäre die Zeit reif, zusammen mit seiner Frau Alexandra nach Polen zurückzukehren. Dort gibt es in der Nähe seines Geburtsortes Katowice schon den Gasthof Kasperczyk mit einer kleinen Pension. "Im Moment wird beides von meinen Eltern bewirtschaftet, aber wir müssen ihnen ja irgendwann mal die schwere Arbeit abnehmen", freut sich der Saale-Bulls-Kapitän doch schon auf sein Leben nach dem Eishockey - den Sport, den er liebt, und in dem er so ziemlich alles erlebt hat.

Im Oktober 1989 kehrte er zusammen mit drei Freunden seinem Heimatland den Rücken. Zwar gab's in Polen damals schon Drei-Tages-Visa für Westreisen, aber, so sagt Kasperczyk, "eigentlich bin ich abgehauen. Wir sind einfach in Deutschland geblieben." Für den damaligen Bundesligisten Iserlohn war er eine willkommene Verstärkung. Dort hat er auch seine Alexandra kennen gelernt, die ihm auf auf allen weiteren Stationen, unter anderem zum DEL-Team nach Kassel, gefolgt ist. Geblieben ist sie dann in Dresden, wo sie Arbeit in einem Hotel fand. "Es gehört nun mal zum Sport dazu, dass man längere Zeit von seiner Familie getrennt lebt. Aber es gibt ja das Handy und außerdem meinen Jagdhund Spyke, der mich in Halle auf Trab hält." Und seine Saale-Bulls, mit denen er am Freitag im vierten Saisonspiel den vierten Sieg gegen Preußen Berlin einfahren will.


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