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Icehockeypage 30.04.2009

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 30.05.2009 09:03
von Stephan (gelöscht)
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Entscheidung der Vernunft

In der Spielzeit 2009/2010 wird nach reiflicher Überlegung und der wohl bislang schwierigsten Entscheidung in der Geschichte des ESC Halle 04 e.V. - „Saale Bulls“, der Club am Spielbetrieb der Regionalliga Ost teilnehmen.
Der Vorstand des ESC Halle 04 sieht sich hier seinen Mitgliedern, der inzwischen gut aufgestellten Nachwuchsabteilung, seinen Sponsoren und auch den Fans gegenüber in der Verantwortung, einen soliden und besonnen Kurs des Vereines zu führen, um auch in Zukunft Eishockey in Halle gewährleisten zu können.
In der angedachten Oberliga Nord standen nach dem Verzicht der Eisbären Juniors Berlin lediglich 4 weitere Vereine bereit, in einer zweigeteilten Liga am Spielbetrieb teilzunehmen. Eine dadurch bedingte 4-fach-Runde wäre den Fans und Zuschauern nur schwer vermittelbar und könnte sich über die gesamte Saison betrachtet auch negativ auf die Zuschauerzahlen auswirken. Gerade die Heimspiele der vergangenen Saison zeigten, dass ein regionaler Bezug zu den Mannschaften der Oberliga-Staffel-Süd nicht gegeben ist und ein derartiger Modus auch unter den Oberliga-Nord-Vereinen wirtschaftlich nicht tragbar sein kann. Zudem wurden sogar die Playoffs noch gegen die Mitglieder der eigenen Staffel gespielt.
Da es keinen Absteiger aus der 2.Bundesliga gab, diente die Oberliga auch wieder nur als Auffüllliga für die Bundesliga. Das Ergebnis ist die fortlaufende Ausdünnung und Schwächung die Oberliga. Das zudem mangelnde Entgegenkommen der ESBG gegenüber den Vereinen der Oberliga, die hohen Schiedsrichtergebühren (höher als die Reisekosten – beim ESC), die Abgaben in den Reindlpool und die hohen Verbandsabgaben, bewegen den ESC Halle 04 e.V. zum freiwilligen Rückzug aus der Oberliga und zum Start in der Regionalliga Ost.
Aktuell steht man mit mehreren Landesverbänden in regem Kontakt und Informationsaustausch, um der neuen Situation entsprechend einen angemessenen Spielplan mit vielen abwechslungsreichen Gegnern zu ermöglichen. So ist eine Verzahnung mit der Regionalliga Nord und der Regionalliga NRW in einer Meisterrunde sowie eine eventuelle Pokalrunde in Diskussion.
Der ESC Halle 04 sieht den Verzicht auf die Oberliga-Teilnahme nicht als einen sportlichen Rückschritt, sondern vielmehr als einen „Schritt zur Seite“. Es soll ein Um- bzw. Überdenken bezüglich der aktuell im deutschen Eishockey vorherrschenden Bedingungen vorangetrieben werden, um in naher Zukunft dauerhafte bzw. längerfristige Bedingungen im Unterbau des DEB vorzufinden.
Aus diesem Grund betrachten die Saale Bulls die kommende Saison auch als Zwischen- und nicht als Dauerlösung, die seitens der Sponsoren, den sportlich Verantwortlichen und vor allem des Fanbeirates, der über die Entwicklung und Entscheidungsfindung informiert ist, in vollem Umfang mitgetragen wird. An dieser Stelle der ausdrückliche Dank an den Fanbeirat des ESC Halle 04 e.V., der mit seiner Unterstützung den Verein und das Eishockey in Halle stärkt!
Alle aktuell unter Vertrag stehenden Spieler sowie das Trainergespann wurden frühzeitig über die sich veränderte Situation informiert und waren von Anfang an bereit, den neu eingeschlagenen Weg des ESC Halle 04 e.V. mitzugehen.
Bestärkt hat die Entscheidung nochmals der Besuch des Innenministers Sachsen-Anhalts, Herrn Holger Hövelmann (SPD) und Halles Oberbürgermeisterin, Frau Dagmar Szabados (SPD)! Beide brachten zum Ausdruck, dass der Erhalt des Eissports in Halle und Sachsen-Anhalt überhaupt nicht in Frage stehe und alles für eine Lösung der bestehenden Problematiken getan werden muss. Vor diesem Hintergrund ist die „Entscheidung der Vernunft“ des ESC Halle 04 e.V. nur noch nachvollziehbarer. Klare Strukturen und eine sichere Ligastruktur im deutschen Eishockey sind der Grundstein für eine gesunde Atmosphäre im halleschen Sport- und Eventgeschehen.
Der ESC Halle 04 e.V. appelliert nochmals an den Deutschen Eishockeybund, sich für feste und nachhaltige Strukturen im deutschen Eishockey einzusetzen. 3 Profiligen sind mit 40 Teams nicht zu meistern. Andere Sportarten wie beispielsweise der Fußball machen vor, wie Ligen vernünftig strukturiert sein können. Beim deutschen Eishockey könnte dies heißen: 3-4 Regionalligen unter der Führung der Landesverbände, die nach einer Vorrunde verzahnt werden und einen Aufsteiger in die 2.Bundesliga ausspielen. Dies wäre ein sinnvoller Ersatz für die jetzige ESBG-Oberliga-Struktur.
Der Eishockeysport hat riesiges Potenzial. Das zeigt zum Beispiel das große Interesse an der Eishockey-WM im kommenden Jahr in Deutschland. Lasst uns dieses Potenzial nutzen! Miteinander für den Eishockeysport in Deutschland!


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