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MZ 12.12.2011

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 12.12.2011 09:43
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

Videoverbot als Erfolgsrezept

Um Mitternacht war das anstrengendste Wochenende des Jahres für die Saale Bulls endlich beendet. "Für die nächsten Tage will ich erst einmal keinen Bus sehen. Nicht einmal aus sicherer Entfernung", sagte Kapitän Benjamin Thiede. Sieben Punkte hatte er mit seiner Mannschaft an diesem Wochenende geholt und die Tabellenführung in der Oberliga übernommen. Zwei Siege gegen Schönheide wurden allerdings eingerahmt von einer Blamage am Sonnabend in Niesky. Die hatte ein kurzzeitiges Videoverbot zur Folge, außerdem wurde der eigentlich freie Tag am Mittwoch gestrichen.

Der Reihe nach: 5:2 hatten die Saale Bulls am Freitag ihr Heimspiel gegen Schönheide gewonnen. Thiede war da noch bester Dinge, hatte er beim Sieg doch sein 100. Tor geschossen. Als es am Sonnabend in den Mittagsstunden ins 240 Kilometer entfernte Niesky ging, herrscht entsprechend gute Stimmung. "Wir durften im Bus ein paar Videos schauen. Alles war gut", sagt Thiede. Das änderte sich unter Nieskys freiem Himmel allerdings. Und zwar genau 57 Sekunden vor dem Abpfiff. Da musste der bis dahin überragend haltende Robert Wolfermann den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. Im abschließenden Penalty-Schießen erzielte Niesky zwei Treffer. Für Halle traf nur Florian Eichelkraut. Matthias Schubert und Troy Bigam gingen leer aus. "Mann, haben wir uns blöd angestellt. Wir haben unzählige Überzahlsituationen im Spiel leichtfertig versemmelt. Das Penalty-Schießen war dann natürlich Glückssache", sagt Thiede.

Mit der Niederlage war auch die Gemütlichkeit auf der Rückfahrt dahin. Videoschauen war nun untersagt. "Vom Trainer gab es eine deftige Kopfwäsche. Er hatte ja recht", schildert Thiede. Es war keine schöne Fahrt, die um ein Uhr in der Früh auf dem Parkplatz vor der Volksbank-Arena ihr Ende fand. Und es war, wenn man Thiede glauben darf, auch keine schöne Nacht, die folgte. "Von einer Minute auf die andere einschlafen kann danach wohl niemand. Also haben wir uns alle noch reichlich verträumt und auf bisschen wackligen Beinen am Sonntagmittag wieder an der Eissporthalle getroffen."

Nach dem Mittagessen ging es also wieder ab in den schon sattsam bekannten Bus. Diesmal standen 172 Kilometer nach Schönheide auf dem Programm.Im Bus redete dann erst Mal wieder Trainer Jiri Otoupalik. Der hatte wohl auf die Nachtruhe komplett verzichtet und eine deftige und schonungslose Spielanalyse zusammengestellt. "Wir durften uns alle noch mal anhören und anschauen, was wir da am Abend zuvor in Niesky verzapft hatten", sagt Thiede.

Es muss geholfen haben. Denn der zweite Auftritt gegen Schönheide innerhalb von drei Tagen geriet zur reinen Formsache. 6:0 gewannen die Saale Bulls. Die Tore fielen in fast regelmäßigen Abständen. Sebastian Lehmann war gleich drei Mal erfolgreich, Florian Eichelkraut steuerte zwei Treffer dabei, dazu traf auch noch Alexander Zille. Selbst Otoupalik, der zwischenzeitlich an diesem Wochenende den Wüterich gab - oder geben musste - war danach halbwegs besänftigt. Nichts mehr mit schonungsloser Fehleranalyse auf der Rückfahrt. "Aber uns allen fehlte danach auch der Elan, noch was Großartiges machen zu wollen. Ein paar haben gelesen. Die meisten aber haben einfach nur die Augen zugemacht und vor sich hingedöst." Insgesamt 824 Kilometer auf deutschen Autobahnen und Landstraßen steckten halt gewaltig in den Knochen.

Die nächsten beiden Tage sind nun frei. Am Mittwoch geht es für die Saale Bulls weiter mit der nächsten Trainingseinheit. Und dann wartet am Freitag schon wieder der Bus - der beste Bekannte der Eishockeyspieler in diesen Tagen. Exakt 364 Kilometer sind dann abzuspulen zum Pokal-Halbfinale in Rostock. Kapitän Thiede trägt das inzwischen sehr gelassen: "Das gehört nun mal dazu zu einer langen Eishockey-Saison. Man gewöhnt sich dran. Es klingt strapaziöser, als es dann in Wirklichkeit ist."


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