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MZ 27.11.2011

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 28.11.2011 17:25
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

Zehn starke Minuten reichen nicht

Das Foto auf dieser Seite spricht Bände und erklärt vieles, was beim mit Spannung erwarteten Eishockey-Derby am Sonnabend in Leipzig passierte. Die Saale Bulls standen 50 Minuten lang Spalier gegen die teilweise über ihren Möglichkeiten spielenden Gastgeber. Erst nach dem eigentlich hoffnungslosen 1:4-Rückstand raffte sich Halle zu einem halbwegs versöhnlichen Ende auf. Es reichte noch zum 3:4. Das liest sich zwar hübscher als 1:4, macht den Abend aus Sicht der Saale Bulls aber auch nicht besser.Ratlosigkeit blieb zurück nach der schon fünften Saison-Niederlage des erklärten Meisterschaftsfavoriten. Auch beim Trainer Jiri Otoupalik. Ratlosigkeit, weil er nun schon die ganze Saison über eine sich stets wiederholende Mängelliste bemühen muss. "Leipzig war produktiver. Die spielen ihre Angriffe konzentriert zu Ende. Wir gefallen uns in Schönspielerei, noch ein Schnörkel und noch ein Trick, und die Chance ist vertan. Deshalb schießen wir so wenig Tore, deshalb haben wir das Spiel verloren. Ich kann nicht zufrieden sein."
Der Trainer wirkt nicht nur in seiner Ursachenforschung ratlos, er wirkt auch während des Spiels zunehmend hilflos. Oder vielleicht besser: Er wird von seinen Spielern in Stich gelassen und muss sich immer wieder mit Notreparaturen ohne sonderlichen Erkenntnisgewinn helfen.

Zwei Paradebeispiele dafür lieferte das Spiel in Leipzig nach dem 1:3-Rückstand Ende des zweiten Drittels. Schon zum dritten Mal in dieser Saison schlich danach Torwart Lukas Steinhauer entnervt vom Eis. Robert Wolfermann kam und strahlte sofort Sicherheit aus und gab der bis dahin überfordert wirkenden Abwehr endlich etwas Halt. Auch wenn es von Vereinsseite immer wieder heftig dementiert wird, es bleibt der Verdacht, dass Steinhauer als Förderlizenzspieler des DEL-Teams Hannover Scorpions eine Einsatzgarantie für seine Spiele bei den Saale Bulls hat.

Fast zeitgleich mit dem Torwart-Wechsel wurden erneut hektisch die Reihen durcheinandergewürfelt. Als praktisch letzte Rettung gab Kilian Glück zum wiederholten Mal seine Verteidigerposition auf und rückte in die seit Jahren vertraute Angriffsreihe mit Matthias Schubert und Alexander Zille. Warum nicht von der ersten Minute an? "Glück hat doch die ganze Saison über Verteidiger gespielt", sagt Trainer Otoupalik, verschweigt aber, dass er dazu im wesentlichen durch die Verletzungsausfälle von Nikolaus Meier und Christian Köllner gezwungen war.

Die Saale Bulls haben am Sonnabend mehr verloren als ein Spiel, das dazu noch das ewige Derby mit Leipzig und damit einer der Höhepunkte jeder Saison war. Sie müssen nun ernsthaft fürchten, am Ende der Saison mit leeren Händen dazustehen und den Einzug in die Playoff-Runde zu verpassen. Umso mehr, weil der Spielplan für das nächste Wochenende richtig hart ist. Nach dem Auswärtsspiel am Sonnabend in Chemnitz folgt am Sonntag das nächste Heimspiel gegen Erfurt.

Da macht es auch wenig Mut, dass es am Sonnabend in Leipzig noch Mutmacher aus zwei unverhofften Ecken gab. "Die Saale Bulls werden am Ende ganz sicher in die Playoff-Spiele einziehen", sagte Leipzigs Trainer Sven Gösch und nahm geschickt den Druck von seiner jungen Mannschaft. Dann war auch Erich Kühnhackl, der Vize-Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, begeistert. "Das konnte sich sehen lassen. Solche Derbys brauchen wir im deutschen Eishockey. Ganz egal, ob das in der DEL oder in der Oberliga ist."

Es bleibt dabei, in der Nachbarstadt ist für die Saale Bulls nach wie vor kaum etwas zu holen. Zu Zeiten der drei Mal insolvent gegangenen Blue Lions war Halle stets chancenlos. Auch in der vergangenen Saison gab es in Leipzig die einzige Saison-Niederlage. Manche Dinge ändern sich nicht.


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