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MZ 25.11.2011

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 25.11.2011 06:23
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

Legendäre Nummer sieben ist jetzt Paketfahrer

Er klingt glücklich und zufrieden, so als habe er seinen ganz persönlichen Frieden gefunden. "Ich habe gerade meine Tagestour geschafft. Inzwischen kenne ich fast alle Straßen in Dresden im Schlaf. Ich verdiene gutes Geld und ich bin bei meiner Familie. Was will ich mehr?"
Jedrzej Kasperczyk sagt das, die 43 Jahre alte Eishockey-Legende. Sechs Jahre war er der Kopf bei den Saale Bulls in Halle, zuletzt der Kapitän. Weil seinen Vornamen sowieso niemand unfallfrei aussprechen konnte, war er einfach nur JayJay. "Ich wäre gern noch ein oder zwei Jahre in Halle geblieben. Aber ich habe akzeptiert, dass ich im Sommer keinen Vertrag mehr bekommen habe. Es war trotzdem eine schöne Zeit."

Entscheidung für Neuaufbau

Der Abschied von Kasperczyk war zuallererst eine Frage des Alters. Das Präsidium der Saale Bulls tat sich schwer damit. Zuletzt war es eine Entscheidung für einen Neuaufbau und nicht gegen Kasperczyk. Tatsächlich, aber das konnte im Sommer keiner ahnen, hätte man den alten Fuchs aber noch gebrauchen können, als auf einen Schlag mit Florian Eichelkraut und Martin Miklik zwei Führungsspieler ausfielen.

Kasperczyk selbst scheint mit einigem Abstand sogar froh, dass es vorbei ist mit der Profi-Karriere. "Irgendwann hätte ich ja doch mal ernsthaft über mein Leben nach 35 Jahren Eishockey nachdenken müssen." Er ordnete also sein Leben im Sommer neu, zog nach Dresden zu seiner Frau Alexandra und der 14 Jahre alten Tochter Olivia. Und er begab sich auf Jobsuche und wurde Paketauslieferer.

Weil es aber so ganz ohne Eishockey dann doch nicht geht, griff er beim Angebot der Icefighters aus Leipzig zu. "Nicht mehr als Profi, das ist endgültig vorbei. Einmal in der Woche fahre ich zum Training, und dann natürlich zu den Spielen am Wochenende. Ich denke schon, dass ich da mit meiner Erfahrung noch helfen kann", sagt Kasper-czyk und untertreibt maßlos dabei. "Er war vom ersten Moment an der Kopf in unserer sehr jungen Mannschaft", sagt der Leipziger Trainer Sven Gösch. Und natürlich bekam er in Leipzig die Rückennummer 7.

Am Freitag Derby gegen Halle

Am Sonnabend gibt es nun wieder das ewige Derby Leipzig gegen Halle. Das zweite in dieser Saison. Beim ersten am 14. Oktober in Halle gab JayJay zwei Torvorlagen für Leipzig, am Ende retteten die Saale Bulls einen knappen 4:3-Erfolg. "Letztlich ist es ein Spiel wie jedes andere auch. Ich kann in Halle jedem in die Augen schauen", sagt Kasperczyk. Er hofft, dass sie umgekehrt auch in Halle "nicht sauer sind, dass ich nun ausgerechnet für den Erzrivalen spiele".

Nur, wenn das Gespräch auf seine Rückennummer 7 kommt, die er all die Jahre in Halle getragen hat, wird er nachdenklich. "Ich hätte mir gewünscht, dass man mit ein bisschen Fingerspitzengefühl die Nummer nicht gleich wieder vergibt." So viel Respekt, meint JayJay, habe er verdient. Die sieben bei den Saale Bulls trägt jetzt Nikolaus Meier. Und ausgerechnet der ist der bislang wichtigste Neueinkauf im Sommer.

Das Spiel Leipzig gegen Halle beginnt am Sonnabend um 19.30 Uhr. Zuvor haben die Saale Bulls am Freitag (20 Uhr) noch ein Heimspiel gegen Preußen Berlin.


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