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MZ 11.11.11

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 11.11.2011 06:59
von Stephan • Chefchen | 18.645 Beiträge | 109717 Punkte

Der «King of Halle»

Was haben Doug Heffernan und Alexander Zille gemeinsam? Zumindest drei Sachen. Beide haben Eishockey im Blut - der eine, Heffernan, allerdings nur als Zuschauer vor dem heimischen Fernseher. Beide sind Kult - der eine, wieder Heffernan, der als Hauptfigur der TV-Dauerbrenner-Serie "King of Queens" dem ansonsten eher langweiligen New Yorker Stadtteil zu einigem internationalen Ruhm verholfen hat. Der andere, Zille, gehört bei den Saale Bulls zum Inventar. Und beide verdienen ihr Geld als Kurierfahrer bei Paketdiensten.Alexander Zille, der "King of Halle". Heute bestreitet er im Pokal gegen die Hannover Braves sein 300. Pflichtspiel für Halle. Das ist mit Abstand die Rekordquote vor Georgi Kimstatsch und Norman Müller. Zwei Spieler, deren Trikots längst unter dem Dach der Volksbank-Arena ihren Ehrenplatz gefunden haben.

Zilles Dress mit der Nummer 52 wird da früher oder später auch seinen Platz finden. Doch bis dahin ist noch eine Menge Zeit, denn Zille wird im Dezember erst 28 Jahre alt. Und das ist für einen Eishockey-Spieler noch fast blutjung.

Allein der Platz im Rekordbuch verrät viel über diesen Alexander Zille. Viel über Beständigkeit, Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit, drei seiner wohl auffälligsten Charaktereigenschaften - und die stehen dann doch in einigem Gegensatz zum trägen und faulen Fernsehhelden Heffernan.

Doch Zille kann gar nicht anders, als sein Leben schon fast pedantisch genau zu ordnen und zu planen. Ein Einblick in seinen 24-Stunden-Tag erstaunt. Denn es ist ein Einblick, der auch aufräumt mit dem weit verbreiteten Eindruck vom sonnigen Leben eines Sport-Profis.

Zilles Tag beginnt gegen 12 Uhr, zu einer Zeit also, bei der andere ans Mittagessen denken. Zille ist da gerade beim Frühstück angekommen. Anschließend setzt er sich in den Firmenwagen eines Paketdienstes. Damit fährt er bis vor die Eissporthalle zum Nachmittagstraining und anschließend gleich weiter zur Nachtschicht. Und da kommt er als Zusteller im Gebiet rund um Dessau und Wittenberg fast immer auf 200 bis 250 Kilometer. Zille: "Im Moment ist das schon sehr anstrengend, vor allem wegen der dichten Nebelschwaden."

Das geht schon seit vier Jahren so. Tag für Tag, mit Ausnahme der Abende, an denen die Saale Bulls ihre Punktspiele haben. Da sein Arbeitgeber zugleich langjähriger Sponsor des Vereins ist, stellt er ihn dafür stets frei. "Ich habe mich an diesen Tagesablauf gewöhnt, für mich ist das ganz normal. Die 24 Stunden sind genau durchgeplant", sagt Zille.

Und es bleibt sogar Zeit, so versichert er glaubhaft, für seine langjährige Freundin Susann. "Wir sehen uns meistens nach dem Training, da haben wir dann Zeit für uns." Außerdem ist seine Susann fast regelmäßig bei den Heimspielen der Saale Bulls dabei.

Es ist kein Zufall, dass bei Zille vieles so wohlgeordnet wirkt. Er ist einfach so ein Typ. Er spricht auch so. Ruhig, bedacht, fast aufreizend langsam. Deswegen auch haben sie ihm vor Jahren schon den Spitznamen "Vati" verpasst. "Weil bei mir alles so ordentlich auf Kante liegt und weil ich im Notfall immer alles dabei habe", so Zille. Er kann damit leben.

Denn es gibt auch den anderen Zille. Den Eishockey-Stürmer, der torgefährlich und für blitzgescheite Situationen zuständig ist, der auch mal um die Ecke denkt und was ganz Überraschendes aus seiner Trickkiste zaubert. Paradebeispiel dafür war das letzte Meisterschafts-Heimspiel am Freitag vor einer Woche gegen Fass Berlin. Zille, dem wochenlang so gut wie nichts gelang, explodierte förmlich, wurde nach dem 6:2-Erfolg zum Spieler des Tages gewählt.

Was da passiert ist? Die Antwort darauf ist dann schon fast wieder der gewohnte Zille: "Wir haben einfach so weiter gemacht wie die Wochen zuvor. Irgendwann einmal musste es ja klappen." Trotzdem: "Die ungewohnt vielen Niederlagen haben genervt."

Die Betonung liegt auch "haben genervt". Denn Zille ist wieder in der Erfolgsspur angekommen. Selbst der November-Nebel kann ihn da auf den nächtlichen Touren nicht bremsen.

Gut so für den "King of Halle".

Das Spiel gegen die Hannover Braves beginnt heute um 20 Uhr.


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