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MZ 26.08.2011

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 25.08.2011 21:16
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

Stillstand wäre tödlich

Wenn man sich an Unterhaltungen, die bereits Jahre zurückliegen, fast noch im Wortlaut erinnern kann, dann muss es um Wesentliches gegangen sein. Vielleicht sogar Existenzielles. Und die Unterhaltung mit seinem Chef vor etwas mehr als vier Jahren ist Daniel Mischner in Erinnerung geblieben. Nicht nur die Worte. "Er hat mir zunächst mal den Vogel gezeigt. Er konnte überhaupt nicht verstehen, dass ich da auch auf viel Geld verzichte."

Es ging in der Tat um Existenzielles. Denn Mischner wollte seinen Job als Verkäufer eines Computer-Herstellers aufgeben, um hauptamtlich als Eishockey-Manager tätig zu werden. Eine irre Idee, wie sein Chef fand.

Mischner hat es trotzdem gemacht. Und Verkäufer ist er auf gewisse Weise geblieben. Das Produkt, das er an den Mann bringt, ist nun ein Verein, im Prinzip sogar eine ganze Sportart. Und das macht er beachtlich. Die Saale Bulls, offizieller Name Mitteldeutscher Eishockey-Club (MEC), haben unter seiner Führung einen beachtlichen Sprung gemacht. Wirtschaftlich grundsolide aufgestellt, sportlich in der dritten Liga Ost ohne Konkurrenz. Das ist auch ein Verdienst Mischners. So sagt Gunnar Schlicht, Geschäftsführer eines Bank-Dienstleisters in Halle und zugleich Sponsor der Saale Bulls: "Wenn irgendwann mal jemand auf den Gedanken kommt, den Unternehmer des Jahres auszuzeichnen: Mischner wäre einer meiner ersten Kandidaten. Er verkauft ein gutes Produkt, da stimmen Preis und Leistung."

An dieser Stelle muss man erwähnen, dass Daniel Mischner 34 Jahre alt ist. Anfang 30 ist nicht unbedingt ein Alter, sich beruflich völlig neu zu orientieren, und das ist einer risikobehafteten Branche wie dem Profisport. Als Präsident des Eishockey-Vereins sieht er seine Rolle klar auf der wirtschaftlichen Seite. "Wir gehen das dritte Jahr hintereinander mit einem Etat von rund 750 000 Euro in eine Saison. Wir sind schuldenfrei und können im Bedarfsfall während der Saison noch ein paar hochkarätige Spieler verpflichten", sagt er.

Mischner ist ein Zahlenmensch. Das liegt ihm im Blut, das hat er als Verkäufer in der Computer-Branche gelernt. "Es ist mein Terrain. Da fühle ich mich sicher." Und er macht das am mittelfristigen Vereinsziel, dem Aufstieg in die zweite Bundesliga, deutlich: "Wenn mir jemand verlässlich sagt, dazu brauchen wir die Summe X, dann weiß ich, woran ich bin. Dann gehe ich in die Spur und versuche, es möglich zu machen."

Doch Mischner hat auch gelernt, dass Geld allein keine Garantie für sportlichen Erfolg ist. Eine Strafzeit zum unpassenden Moment, ein Schuss, der ein paar Zentimeter am Tor vorbeigeht, das alles lässt sich nicht berechnen. Deshalb hält sich der Präsident aus sportlichen Belangen weitgehend heraus. Der Herr der Zahlen muss dann nur in letzter Instanz entscheiden. Zum Beispiel, ob ein Wunschspieler zu finanzieren ist.

Mischner ist während seiner Studienzeit zum Eishockey gekommen. Das war blanker Zufall. "Die Eissport-Chefs suchten damals jemanden, der sich um Veranstaltungspläne kümmert. Das habe ich zunächst nur gemacht, weil ich ein bisschen Geld dazuverdienen konnte. Ganz schnell aber wurde daraus ein zeitaufwändiges Hobby." Und irgendwann waren Hobby und der Beruf gemeinsam nicht mehr zu schaffen. Eine Entscheidung musste fallen, es wurde eine Entscheidung für das Eishockey.

Insgesamt ist Mischner nun schon sieben Jahre lang unterwegs für die Saale Bulls. Unterwegs zumeist in Anzug und Krawatte, auf der Suche nach neuen Verbündeten und Ideen für das Produkt Eishockey. "Stillstand wäre tödlich. Wir haben Ziele", sagt er. Meisterschaft und Pokalsieg auch in der neuen Saison, die am 2. September mit dem Testspiel gegen die Kassel Huskies beginnt. Und in den Playoffs ab März soll es zumindest bis ins Viertelfinale gehen.

Wenn Mischner mal Gefahr läuft, sich in seinem Zahlenwerk zu verstricken, dann gönnt er sich auch Eishockey als Freizeitvergnügen. Er spielt selbst, in der zweiten Mannschaft des Vereins. "Anstrengend, aber inzwischen unverzichtbar", sagt er. Der Nebeneffekt: "Ich werde wieder daran erinnert, wie Eishockey funktioniert."

Die Mannschaft des MEC präsentiert sich am Sonnabend, 17.45 Uhr, auf der Laternenfest-Bühne Ziegelwiese. Am Sonntag, 14 Uhr, ist Saisoneröffnung an der Eissporthalle.


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