Geht es bei den Harzer Wölfen in Braunlage weiter?
Der Nord-Oberligist Harzer Wölfe trifft sich am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr im Braunlager Hotel Maritim zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Mit Spannung werden die Finanzzahlen erwartet, die der vom Verein beauftragte Steuerberater nach Sichtung der Unterlagen der Versammlung präsentieren wird. Nicht zuletzt an diesen Zahlen wird es liegen, ob und wie es bei den Harzer Wölfen weitergehen kann.
Sollten die Zahlen darauf deuten, dass es weiter gehen kann, stellt sich die nächste Frage: Unter wessen Führung und mit welchem Präsidium geht es weiter? Sämtliche Präsidiums- und Vorstandsmitglieder werden zur möglichen Abwahl stehen, anschließend sind Neu- und Nachwahlen für die offenen Posten geplant. „Die Entscheidung, wer an der Spitze des Vereins stehen wird, liegt in Händen der Mitglieder“, verdeutlicht Pressesprecher Robert Koch die Bedeutung der Versammlung.
Heftige Diskussionen und ernüchternde Zahlen: Bericht von der Mitgliederversammlung der Harzer Wölfe
Hitzige Wortgefechte, mehrere Unterbrechungen, teilweise niederschmetternde Erkenntnisse, kein neuer Präsident, am Ende aber auch Hoffnung und ein umbesetztes und handlungsfähiges Präsidium. Die mit Spannung erwartete außerordentliche Mitgliederversammlung des ESC Harzer Wölfe Braunlage übertraf nach über drei Stunden Dauer auch die verwegensten im Vorfeld geäußerten Verlaufsprognosen. Die Ergebnisse der angekündigten Abwahlen beschränken sich auf eine Person. Der bisherige Vizepräsident Marc Garthe wurde mit großer Mehrheit aus dem Präsidium gewählt. Uwe Macke als Vizepräsident wurde dagegen ebenso deutlich im Amt belassen wie die weiteren Vorstandsmitglieder Aljoscha Bode, Ulrich Schmidt, Dirk Sieger, Pressesprecher Robert Koch und Jugendleiterin Conny Werner.
Bei den anschließend notwendigen Nachwahlen wurden Birgit Öttl und Alexander Hokamp als Vizepräsidenten in das nun wieder dreiköpfige Präsidium gewählt. Die aus Bad Tölz stammende Birgit Öttl, Mutter von ESC-Verteidiger Alois Öttl, war als rastlose Helferin bereits in den vergangenen Wochen kräftig im Hintergrund tätig. Der aus Herzberg stammende Alexander Hokamp ist in der Marketingbranche ansässig und soll dem ESC vor allem mit seinen Kontakten helfen. Der Posten des Präsidenten blieb unbesetzt, mit drei Vizepräsidenten ist der Verein aber dennoch voll handlungsfähig.
Die niederschmetternden Erkenntnisse zur finanziellen Lage der Wölfe hatte die Versammlung bereits im Vorfeld der Wahlen zu verdauen gehabt. Dabei hatte das Präsidium lange versucht, die Nennung genauer Zahlen zu vermeiden. „Alle Zahlen, die wir haben, sind auf Grund der völlig unübersichtlichen Buchführung unseres ehemaligen Präsidenten nicht gesichert. Wir arbeiten derzeit alles auf, aber das ist nicht einfach“, erläuterte Macke.
Den ersten Hammer hatte da schon der vom Verein beauftragte Steuerberater Christian Ahrens veröffentlicht. Nach erster Sichtung der Unterlagen musste er mitteilen, dass anscheinend die notwendigen Meldungen bei den Sozialversicherungen für keinen betroffenen Spieler durchgeführt wurden. „Das Dilemma ist, dass Sozialleistungen in Anspruch genommen wurden, aber nichts gezahlt wurde“, berichtete der Steuerberater. Zudem seien die Spieler-Gehälter nicht vollständig bezahlt worden. Insgesamt bewertete Ahrens die Unterlagen als nicht schlüssig: „Es gibt teilweise keine Belege für Geldbewegungen, gerade bei Barbeträgen. Alle Zahlen sind daher nur Schätzungen. Ich habe schon viele Buchführungen gesehen, aber dies toppt alles.“
Nach langen, teils emotional geführten Diskussionen und zwei Unterbrechungen stand die Versammlung kurz vor dem Abbruch, ehe Macke schließlich die von den Mitgliedern dringend erwarteten Zahlen nannte. Auf etwa 85.000 Euro bezifferte Macke den geschätzten derzeitigen Fehlbetrag, darunter übrigens auch Forderungen des Insolvenzverwalters aus dem Jahr 2010. Wie Macke allerdings betonte: „Das Defizit kann auch niedriger liegen, da aus den Unterlagen nicht ersichtlich ist, ob manche Rechnungen bereits bezahlt wurden.“
Für das neue Präsidium ergibt sich in den kommenden Tagen nun die Mammutaufgabe, zum Einen das Defizit genau zu beziffern, zum Anderen aber auch der Versuch, es beherrschbar zu machen. „Wir haben im Vorfeld schon mit potentiellen Sponsoren gesprochen und werden auch in den kommenden Tagen alles daran setzen, Unterstützer zu finden“, sagte die neue Vizepräsidentin Öttl und machte so zumindest etwas Hoffnung.
Angesichts der erschreckenden Zahlen gingen die positiven Nachrichten aus dem Nachwuchs fast unter. Vier Mannschaften gingen an den Start. Die Knaben unter Trainer Marek Gajewski erreichten die norddeutsche Vizemeisterschaft. Die Schüler, trainiert von Dirk Heckmann, wurden sogar norddeutscher Meister. In der kommenden Saison ist sogar eine weitere Mannschaft geplant, so dass die Jungwölfe fünf Altersklassen besetzen würden.
Harzer Wölfe: Strafanzeige gegen ehemaligen Präsidenten
Der ehemalige Präsident und Schatzmeister der Harzer Wölfe wird sich vor Gericht verantworten müssen. Wie die Goslarsche Zeitung auf ihrer Homepage berichtet, hat das aktuelle Präsidium beschlossen, wegen des Verdachts auf veruntreuende Unterschlagung gegen Dieter Hartig Strafanzeige zu erstatten und Strafantrag zu stellen. Bei der Prüfung der Unterlagen, die Hartig nach seinem Rücktritt übergeben hat, seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Hartig selbst war zu keiner Stellungnahme bereit. „Ich weiß von nichts, und so lange ich keine konkreten Informationen habe, kann ich auch nichts dazu sagen“, wird er in dem Bericht zitiert.
Modus für Oberliga Nord steht – Gute Nachrichten von den Wölfen
Harmonisch und ohne große Überraschungen verlief die Tagung der Oberliga-Vereine am Sonntag in Hannover. Der Modus steht, an den Durchführungsbestimmungen wurden nur Kleinigkeiten geändert. Gute Nachrichten gibt es auch aus dem Umfeld der Harzer Wölfe zu berichten. Neun Mannschaften bilden in der kommenden Saison die Oberliga Nord. Neben den Harzer Wölfen werden auch alle weiteren Teams der vergangenen Spielzeit wieder dabei sein. Lediglich das letztjährige Tabellenschlusslicht Salzgitter Icefighters zog sich in die Regionalliga zurück, einen Aufsteiger aus der Regionalliga gibt es nicht. Gespielt wird in einer Doppelrunde, für jedes Team stehen damit in der Vorrunde 32 Saisonspiele an. Danach folgt für die besten Zwei wie bisher die Zwischenrunde gegen die besten Teams aus dem Westen und Osten. Die restlichen Teams spielen in zwei Gruppen den Absteiger aus. Neu in der anstehenden Saison: Auch in der Relegationsrunde geht es noch wirklich um etwas, denn die beiden Gruppensieger spielen um die Startberechtigung im DEB-Pokal.
Kräftig schwitzen war derweil schon am Samstag für einige Spieler der Harzer Wölfe angesagt. Unter Leitung von John Noob kam rund ein dutzend Akteure aus dem letztjährigen Kaders zum Sommertraining zusammen. In den kommenden Wochen steht nun regelmäßiges Schinden und Quälen auf dem Programm, um die wichtigen Fitnessgrundlagen für den Winter zu legen.
Beruhigende Signale gibt es aktuell auch von der Vereinsführung. Das neue Präsidium arbeitete in den vergangenen Wochen praktisch rund um die Uhr, um die Weichen auf Zukunft zu stellen. Die genauere Sichtung der Zahlen hat dabei eine deutliche Erleichterung der Situation ergeben. „Wir haben Verbindlichkeiten, aber nicht in der Höhe wie noch bei der Mitgliederversammlung befürchtet“, konnte Vizepräsidentin Birgit Öttl berichten, die von rund der Hälfte der ursprünglichen 80.000 Euro ausgeht.
Nahezu unermüdlich wurde in den vergangenen Wochen auch an der Sponsorenfront gekämpft: Mit Erfolg! Etliche Zusagen neuer Werbepartner liegen für die neue Saison vor. Diese positive Entwicklung soll auch in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Die Wölfe wollen sich wieder als zuverlässiger und starker Werbepartner positionieren, um noch mehr Sponsoren von einer zukünftigen Zusammenarbeit zu überzeugen. „Wir sind auf einem guten Weg, aber noch lange nicht am Ziel! Auch kurzfristig brauchen wir mehr Zusagen, um für die Zukunft planen zu können“, sagte Öttl.
Gegen den ehemaligen ESC-Präsident Dieter Hartig hat der Verein mittlerweile Strafanzeige wegen des möglichen Verdachts auf veruntreuende Unterschlagung erstattet.
Planungen kräftig vorangetrieben: Wölfe streben Gründung einer Aktiengesellschaft an
Die Planungen der Harzer Wölfe für die Zukunft wurden in den vergangenen Tagen entscheidend vorangetrieben. Der ESC plant, in den kommenden Wochen eine Aktiengesellschaft zu gründen, die dann den Spielbetrieb und die Vermarktung des professionellen Eishockeys übernehmen soll. Die nötige Zustimmung des NEV für ihre Pläne haben die Wölfe inzwischen erhalten. Die Zusammenarbeit mit dem Stammverein wird dann über eine Kooperation vertraglich fixiert. Der Verein selbst wird sich nach der Gründung nicht mehr um die erste Mannschaft kümmern müssen, sondern kann sich voll auf die Nachwuchsarbeit konzentrieren. Der Vorteil für den Verein: Alle Mitgliedsbeiträge kommen direkt dem Nachwuchs zugute. Zudem wird der Verein, der einer der Hauptaktionäre sein wird, von der AG finanziell gefördert. Ein entscheidender Punkt: Die AG verpflichtet sich, im Rahmen der Kooperation die aktuellen Verbindlichkeiten des Vereins zu tilgen.
Das Kapital der AG besteht zum größten Teil aus privaten Investoren und dem Recht, in der Oberliga Eishockey zu spielen. „Das Konzept macht die AG sowohl für Investoren als auch Sponsoren attraktiv“, erklärt ESC-Vizepräsident Alexander Hokamp. Die kurzfristigen Schritte beinhalten nun die Ausarbeitung der Kooperation zwischen Verein und AG bezüglich der Spiellizenz und der Unterstützung der Nachwuchsarbeit, die Beteiligung von Investoren an der AG zum Zweck der Gewinnerzielung, der Beteiligung von Sponsoren an der AG zum Zweck der Imagewerbung und die Beteiligung von einzelnen Fans oder Fanclubs als Kleininvestoren an der AG, umreißt Hokamp.
„Bereits am Wochenende wurden positive Verhandlungen mit auswärtigen Investoren geführt, die zu der schnellstmöglichen Gründung der Aktiengesellschaft führen werden“, unterstreicht Hokamp. Angedacht ist auch, Investoren aus Braunlage und ehemaligen Sponsoren die Möglichkeit zu geben, sich als Aktionäre zu beteiligen. „Dies wird aber nur für eine kurze Zeit möglich sein. Sobald ein gewisses Stammkapital erreicht ist, werden keine weiteren Beteiligungen mehr herausgegeben“, sagt Hokamp. „Denjenigen, die dann von Anfang an dabei sind und uns unterstützen, wird es dann auch zu verdanken sein, dass das Eishockey wieder dort hinkommt, wo es hingehört! Und natürlich profitieren sie als Aktionäre auch davon“, wirbt der ESC-Vizepräsident.
„Auch beim Sponsoring wird sich in Zukunft etwas ändern, genaueres wird der Verein in Kürze bekannt geben“, blickt Hokamp auf die nächsten Tage voraus. Gesichert haben sich die Wölfe inzwischen die Eiszeiten, zu denen im August eigentlich der Wurmberg-Cup hätte stattfinden sollen. Gespräche mit weiteren Mannschaften für diesen Zeitraum wurden bereits geführt, Einzelheiten werden noch bekannt gegeben.
Der Eishockey-Oberligist ESC Harzer Wölfe Braunlage lädt seine Mitglieder am 9. Juli zu einer Mitgliederversammlung ein. Beginn im Braunlager Berghotel Maritim wird um 17:30 Uhr sein. Die Wölfe lösen damit das Versprechen der vergangenen turbulenten Mitgliederversammlung ein, nach rund acht Wochen eine weitere Versammlung einzuberufen, um mit den Vereinsmitgliedern über wichtige Punkte der Vereinsarbeit zu sprechen. Wichtigster Tagesordnungspunkt dürfte die Anpassung und Überarbeitung der Satzung sein, die noch auf dem Stand von 2007 war und einige strittige Passagen enthielt. Die Überarbeitung war auf der vergangenen Versammlung beschlossen worden. Weitere Tagesordnungspunkte umfassen einen Bericht des Präsidiums über den aktuellen Stand der Dinge sowie über die fortlaufenden Pläne zur Gründung einer Aktiengesellschaft. Ein sehr wichtiger Punkt steht zudem mit der Planung der Nachwuchsarbeit für die kommende Saison auf dem Programm. Die Harzer Wölfe hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen der Vereinsmitglieder, natürlich sind auch Gäste bei der Versammlung als Zuhörer willkommen.
Die Vorzeichen haben sich umgekehrt. Nach der turbulenten und emotionsgeladenen Mitgliederversammlung Anfang Mai, bei der das Harzer Eishockey kurz vor dem Aus zu stehen schien, verlief die nun einberufene Versammlung sehr harmonisch und konstruktiv, die Zukunft des Harzer Eishockeys kann wieder mit Optimismus betrachtet werden.
Die Mitglieder des ESC stellten während der Versammlung die Weichen und gaben dem Präsidium grünes Licht für die geplante Gründung einer Aktiengesellschaft, die dann den wirtschaftlichen Betrieb des Vereins managen soll. Auch etliche dadurch nötige Anpassungen der Satzung wurden von den 40 bei der Versammlung anwesenden Mitgliedern durchgewunken.
Die wichtigste Satzungsänderung besteht in der Änderung der ESC-Führungsstruktur. Statt durch einen Präsidenten und mehrere Vizepräsidenten werden die Wölfe in Zukunft durch ein dreiköpfiges, gleichberechtigtes Präsidium geführt. „Wir wollen auf keinen Fall wieder eine Situation wie in der Vergangenheit, bei der jemand quasi als Alleinherrscher agieren konnte. Keine Entscheidung kann nunmehr alleine getroffen werden“, erklärte Alexander Hokamp, der zusammen mit Birgit Öttl und Uwe Macke das Führungstrio bildet. Schnellstmöglich soll zudem wieder ein Beirat installiert und mit mehr Verantwortung bei der Kontrolle des finanziellen Geschehens ausgestattet werden. „Wir wollen bewusst diese Kontrolle“, betonte Hokamp.
In seinem Bericht zur aktuellen Situation blickte Hokamp auf die Arbeit zurück, die das Präsidium in den vergangenen neun Wochen seit der Amtsübernahme zu erledigen hatte. So wurden alle nötigen rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um überhaupt handlungsfähig zu sein. Die letzten Änderungen im Vereinsregister datierten teilweise von 2007, inzwischen wurden aber alle Unterlagen beschafft und vom Notar eingereicht. „Wenn die Änderungen eingetragen sind, können wir auch die Aktiengesellschaft gründen“, sagte Hokamp, der davon ausgeht, dass dieser Schritt in den kommenden zwei Wochen vollzogen wird. Mit Gründung der AG wären dann auch die Mittel vorhanden, die noch offenen Verbindlichkeiten zu begleichen. Dank der harten Arbeit in den vergangenen Wochen konnte die Summe inzwischen auf unter 40.000 Euro gedrückt werden.
Die nötigen Bürgschaften für die AG seien bereits hinterlegt. „Die Geldgeber sind Investoren, die daran glauben, dass letztlich auch Gewinne erwirtschaftet werden können“, berichtete Hokamp. Dazu soll der Verein breiter aufgestellt werden, vor allem im Bereich Eventmanagement und Merchandising. Zusätzlich soll der Verein an ein betriebswirtschaftliches Vorgehen herangeführt werden. So erwarte man in Zukunft von allen Mannschaften eine detaillierte Aufstellung aller Posten, um ein jeweiliges Budget zu erstellen. „Dabei ist es egal, ob erste Herren oder Kleinstschüler, alle Teams werden gleich behandelt. Wenngleich natürlich klar ist, dass für die erste Herren ein höheres Budget anfällt als für eine Nachwuchsmannschaft“, stellte Hokamp klar.
Ein Punkt, der in seinem Bericht beinah unterging, aber dennoch von essentieller Wichtigkeit ist: Die Wölfe haben alle noch aus der vergangenen Saison offenen Rechnungen beim Niedersächsischen Eissportverband (NEV) beglichen und auch die Bürgschaft für die neue Oberliga-Saison fristgerecht hinterlegt, dem Start in der dritthöchsten Liga steht also nichts im Wege.
Mehr Beachtung soll in Zukunft dem Nachwuchsbereich zukommen. „Im Nachwuchs ist viel Potential vorhanden, dies gilt es nun auch zu nutzen. Jedes Kind, das Eishockey spielen möchte, soll dies auch bei uns können“, betonte Hokamp, der darauf verwies, dass das Präsidium für den gesamten Verein zuständig sei und nicht nur für die erste Mannschaft. Damit stieß er bei den Eltern auf offene Ohren. „Bisher wurde der Nachwuchs von den Vereinsführungen eher vernachlässigt. Es wäre schön, wenn sich dies nun ändert. Das Präsidium muss zeigen, dass es den Erwartungen gerecht wird“, sagte beispielsweise Hans Paurat, Vater zweier Kinder, die bei den Jungwölfen aktiv sind.
Die Harzer Wölfe freuen sich, den ersten Spieler des neuen Kaders für die anstehende Saison in der Eishockey-Oberliga bekannt geben zu können. Erik Pipp wird auch in der kommenden Spielzeit das Trikot des Eishockey-Drittligisten tragen. Der 24-jährige Angreifer hat sich bei den Harzern längst zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt und ist aus der Mannschaft kaum mehr wegzudenken.
In der vergangenen Saison sammelte der 1,80 Meter große Flügelstürmer in 30 Spielen satte 71 Scorerpunkte und war damit Topscorer der Wölfe. Seine Ausbeute verteilte sich dabei auf 27 Tore und 44 Vorlagen. Auch bei den Strafzeiten schlug Pipp kräftig zu, insgesamt standen 86 Minuten zu Buche, womit er bei den Harzern ebenfalls den Spitzenrang belegte.
Der gebürtig aus Bad Nauheim stammende, technisch versierte Angreifer geht inzwischen in seine vierte Saison bei den Wölfen. Vor seinem Wechsel nach Braunlage sammelte er in Dresden und Kaufbeuren bereits höherklassige Erfahrung. Im Nachwuchs war er für Landshut und Riessersee in der DNL aktiv.
Bei den Harzer Wölfen ist auf der Torwart-Position Kontinuität angesagt, die Braunlager gehen mit ihrem bewährten Torhüter-Duo in die neue Saison der Eishockey-Oberliga. Sowohl Mario D'Antuono als auch Tobias Bannach verlängerten ihre Verträge mit dem ESC und werden damit auch in der kommenden Spielzeit das wohl stärkste Goalie-Gespann der Liga stellen.
Der 1,85 Meter große Mario D'Antuono stammt ursprünglich aus Frankfurt am Main, für die Young Lions stand er auch in der DNL auf dem Eis. Über die Stationen Bad Nauheim und Trier landete er schließlich 2007 im Harz. Nach einem zwischenzeitlichen Abstecher in die Niederlande zum IC Utrecht gehörte der 27-Jährige in den vergangenen zwei Spielzeiten zu den stärksten Keepern der Liga. In der abgelaufenen Saison war D'Antuono mit einem Gegentorschnitt von 2,64 sowie zwei Shut-Outs knapp hinter Hannovers Förderlizenzler Peter Holmgren der statistisch zweitbeste Torhüter der Liga, insgesamt kassierte Braunlage als Mannschaft gar die wenigsten Gegentore.
Mit Tobias Bannach bleibt den Wölfen ein echtes Harzer Eigengewächs treu. Der am 24. Dezember 1981 geborene Torwart durchlief sämtliche Nachwuchsklassen im Harz. 1999 stand er bereits im Zweitliga-Kader des damaligen EHC und sammelte sogar erste Spielminuten in der zweithöchsten Spielklasse. In der Saison 2004/05 stand der 1,83 Meter große Bannach als dritter Goalie im DEL-Kader der Hannover Scorpions. 2008/09 führte er die Wölfe als Nummer Eins zum Regionalliga-Titel. In der abgelaufenen Spielzeit zeigte Bannach in der Relegationsrunde seine Stärke, dort erreichte er einen Gegentorschnitt von 2,19.
„Mit Mario und Tobias sind wir auf der Torhüter-Position hervorragend aufgestellt. Beide haben ihre Stärke schon oft unter Beweis gestellt und werden dies auch in der kommenden Saison tun“, sagt ESC-Pressesprecher Robert Koch. Beide verlängerten ihre Verträge zunächst für ein Jahr, bei D'Antuono hat der Verein zudem die Option auf eine Verlängerung.