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fass-berlin.de, 03.01.11

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 04.01.2011 07:14
von Stephan • Chefchen | 18.643 Beiträge | 109707 Punkte

Eine Nummer zu groß ...

Trotz 2:0-Führung deutliche Niederlage gegen abgeklärten Tabellenführer vor 1135 Zuschauern in der o2 World – Doppelschlag im zweiten Drittel dreht die Partie

Chris Lee sah es nach dem Spiel ganz nüchtern: „Jetzt wissen wir, wo wir hin müssen. Das war eine gute Lehrstunde, wie eine professionelle Mannschaft über 60 Minuten Eishockey spielen soll. Wir haben noch viel Arbeit vor uns und werden versuchen, uns bis zum Saisonende zu verbessern. Das ist der Preis, den wir bezahlen müssen, wenn wir oben mitspielen wollen.“

Dabei hatte alles so gut angefangen an diesem Abend in der o2 World, denn bereits nach etwas über zehn Minuten führten die Akademiker mit 2:0, Jonas Gerstung (6.) und Vincent Schlenker (11.) waren die Torschützen. Dass die Hallenser nicht umsonst haushoher Favorit in der Liga und zudem Tabellenführer sind, zeigten sie in der 14. Minute. Die erste Strafzeit gegen das Team von Chris Lee nutzten sie durch Jedrzej Kasperczyk zum Anschlusstreffer. Vielleicht wäre einiges noch anders gelaufen, wenn Lucien Aicher, der sich kurz danach wunderbar gegen Zwei durchgesetzt hatte und allein vor Norbert Pascha auftauchte, zum 3:1 eingeschossen hätte. Aber „hätte, wenn und aber“ zählt weder in dieser Sportart, noch in einer anderen, denn der Schlussmann der Saale Bulls leitete mit einer Glanztat die Scheibe ans Metall und verhinderte so die erneute Zwei-Tore-Führung. Mit dem Stand von 2:1 endete auch das erste Drittel, in dem sich der F.A.S.S. zumindest gleichwertig präsentiert hatte.

Der zweite Spielabschnitt begann denkbar schlecht, denn bereits nach 37 Sekunden glichen die Gäste durch Florian Eichelkraut aus. In der Folge gewannen die Saale Bulls immer mehr an Spielanteilen, ein Doppelschlag innerhalb von 71 Sekunden drehte das Spiel vollends zu ihren Gunsten. Erst nutzte Gregor Stein mit einem Schlagschuss die zweite Strafzeit gegen die Akademiker zum 2:3 (28.); dann war es Kilian Glück, der den Vorsprung für die Bulls auf zwei Tore ausbaute (29.). Zwar versuchten die Akademiker noch mal heranzukommen, doch mit zunehmender Zeit erspielten sie sich weniger Möglichkeiten und das trotz zweier kurz aufeinander folgender Strafzeiten gegen die Mannschaft von Jiri Otoupalik. Kaum wieder vollzählig erhöhten diese sogar auf 2:5. Dabei blieb es in diesem Abschnitt, obwohl das Team von Chris Lee kurz vor Drittelende sogar noch eine weitere, dieses Mal sogar doppelte Überzahlmöglichkeit hatte.

Aber auch diese Möglichkeit, die bis ins letzte Drittel hineinreichte, ließ man ungenutzt verstreichen. Und mit einem weiteren Doppelschlag machten der Tabellenführer dann auch den kühnsten Optimisten auf Seiten F.A.S.S.-Fans klar, dass zumindest an diesem Abend Halle eine Nummer zu groß für das junge Team der Akademiker war. Erst war es Alexander Zille, der zum 2:6 vollendete; dann machte Arthur Gross 59 Sekunden später in Überzahl die hundertprozentige Powerplayverwertung (3/3) für die Bullen komplett (44./45.). Das 3:7 durch Fabio Patrzek ließ die Fans der Akademiker zwar noch einmal jubeln, hatte aber letztlich nur noch statistischen Wert. Den Schlusspunkt in diesem Spiel, das so hoffnungsvoll und gut begann, setzte dann Sebastian Lehmann mit dem 3:8 in der 50. Minute. Der Sieg des Tabellenführers geht voll und ganz in Ordnung, auch wenn er einigen Zuschauern um ein oder zwei Treffer zu hoch ausgefallen sein mag.

Aber das spielt keine Rolle, denn dieses Spiel ist vorbei und der Blick geht nach vorne. Bereits am kommenden Sonntag folgt schon das nächste Spitzenduell. Dann geht es ab 14.00 Uhr im Erika-Hess-Eisstadion gegen den derzeitigen Tabellenzweiten, die Wild Boys Chemnitz. Und bis dahin heißt es, um es mit den Worten des Trainers zu halten: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns ...“

Fehlschuss ins neue Jahr

Dabei fing alles so gut an für FASS Berlin im ersten Spiel des Jahres 2011. Knapp 1200 Zuschauer kamen in die O2-World, als Gast kehrte der Tabellenführer ein und man führte schnell mit 2:0 gegen die Saale Bulls aus Halle. Aber eine Strafzeit reichte und das Dilemma begann. Am Ende hieß es 3:8 (2:1,0:4,1:3) aus Sicht der Akademiker - „nur“…

Während sich beide Teams in den ersten Spielminuten noch etwas „abtasteten“, hatten die Gäste in der fünften Minute ihre erste Großchance zur Führung, doch FASS-Goalie Sebastian Albrecht konnte den Schuss von Benjamin Thiede mit einer Glanztat abwehren. Erfolgreicher verlief dagegen der Gegenangriff der Berliner, als Jonas Gerstung mit seinem Schlagschuss von der blauen Linie die Führung für sein Team erzielte (6.). Noch mehr tobten die Berliner Fans, als Vincent Schlenker das Ergebnis auf 2:0 (11.) für die Weddinger hochschraubte.

Sollte es FASS wirklich schaffen, dem Favoriten der Oberliga Ost ein Bein zu stellen?

In der 12. Minute sollte sich dann zeigen, ob es klappt, denn Jan Schmidt musste auf die Strafbank und die Saale Bulls bekamen ihr erstes Überzahlspiel. 90 Sekunden ließen sie die Berliner „zappeln“, dann schlugen sie zu zum 1:2-Anschlusstreffer durch Jedrzej Kasperczyk, der schon 15 Sekunden vorher das Tor hätte erzielen können, aber da ließ er noch Gnade walten…

FASS zwar etwas geschockt, aber sie spielten ruhig weiter und in der 15. Minute hätten sie ihren 2-Tore-Vorsprung fast wieder gehabt, aber Lucien Aicher traf nur den Außenpfosten.

Dieses metallische „Kling“ war für die Hallenser irgendwie der entscheidende Weckruf, denn danach übernahmen sie mehr und mehr die Oberhand. FASS stand aber hinten sehr solide und somit ging es mit einer 2:1-Führung in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann für die Berliner mit einem Alb(recht)traum…

37 Sekunden waren gespielt und drei Meter vor seinem Tor missglückte ihm ein Pass, den Florian Eichelkraut abfing. Der Goalie versuchte noch sein Team vom Ausgleich zu bewahren, aber da er dabei noch stolperte, hatte Halles Nummer 93 keine Mühe die Scheibe ins leere Tor zu versenken. Die Akademiker hatten danach den Faden verloren und die Gäste konnten jetzt immer mehr ihr Spiel spielen und so ergaben sich für sie Torchancen fast im Minutentakt. Aber sie brauchten erst wieder ein Überzahlspiel, um ein weiteres Tor zu erzielen. So mussten die gut 500 mitgereisten Schlachtenbummler der Saale-Bulls bis zur 28. Minute warten, bis sie Gregor Steins Schuss „wie ein Strich“ von der blauen Linie zur 3:2-Führung ihres Teams bejubeln durften. Und nur 71 Sekunden später sorgte Kilian Glück für jenen Moment, als er zum 4:2 einnetzte.

FASS versuchte es nun größtenteils mit Alleingängen, aber sie scheiterten doch kläglich. Selbst als sie ab der 30. Mimute fast vier Minuten lang in Überzahl spielten, hatten Halles Goalie Erik Reukauf (der ab der 27. Minute Norbert Pascha ablöste) und seine Vorderleute wenig Mühe, die Angriffe abzuwehren. Statt dessen bekamen die Berliner in der 35. Minute das fünfte Gegentor eingeschenkt. Sebastian Albrechts Abwehrversuch landete genau auf dem Schläger von Matthias Schubert, der dankend annahm…

Kurz vor Ende hatten die Akademiker noch einmal die Möglichkeit bei einem doppelten Überzahlspiel das Ergebnis zu beschönigen, aber auch diesmal klappte nicht mehr viel.

Nach 40 Minuten hieß es jetzt nach 2:1-Führung 2:5-Rückstand aus Sicht der Hauptstädter.

Auch im letzten Drittel merkte man FASS an, dass mit dem Fehlen von zwei Stürmern, Benjamin Hecker (verletzt) und Patrick Czajka (gesperrt), die Aufholjagd ein aussichtsloses Unterfangen war. Somit versuchte man sich in Schadensbegrenzung und wollte bei einer Niederlage nicht noch zweistellig „eingehen“. Alexander Zilles Tor zum 2:6 in der 44. Minute konnten sie genauso wenig entgegensetzen wie bei Arthur Gross’ 2:7 nicht mal eine Minute später. Die Gäste nahmen jetzt auch etwas „Fahrt“ aus dem Spiel und so durften in der 48. Minute sogar noch einmal die heimischen o2-World-Besucher jubeln, als Fabio Patrzek zum 3:7 verkürzen konnte. Aber nur zwei Minuten später sorgte Sebastian Lehmann auf Seiten der Saale-Bulls mit seinem Tor zum 8:3-Endstand wieder für den alten Abstand.

Jiri Otoupalik, Trainer von Halle:

"Im ersten Drittel waren wir noch Zuschauer, aber danach waren unsere Bewegungen besser, die Scheibe lief gut und wir haben Druck gemacht. Ich bin zufrieden mit diesem weiteren Auswärtssieg, auch wenn das Spiel heute nicht so schön war wie in Chemnitz. Trotz unserer vielen Verletzten war das am Donnerstag ein Superspiel von uns. Unsere Fans waren heute wieder unglaublich toll. Ich hoffe, sie unterstützen uns auch dann, wenn wir mal verlieren sollten."

Chris Lee, Trainer von FASS:

"Die Führung von 2:0 ist viel zu einfach zustandegekommen, und die Jungs haben vielleicht gedacht, dass es heute nicht so schwer wird. Aber es war ja klar, Halle ist eine Profimannschaft und es gibt einen Grund, warum die ungeschlagen sind. Die Jungs haben ein bisschen aufgehört zu arbeiten. Sie haben den Weg verloren und später nicht mehr gefunden. Die Kulisse war Motivation, das kann keine Erklärung für die Niederlage sein. Die Jungs müssen gegen solche Mannschaften spielen, wenn sie weiterkommen wollen. Aber so weit sind wir noch nicht, es dauert noch. Wir müssen unsere Chancen besser ausnutzen, klüger spielen und dürfen nicht acht Dinger reinkriegen."


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