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#1

MZ vom 3.1.2011

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 03.01.2011 11:45
von Susi #2 • Bones Freak :) | 5.658 Beiträge | 12758 Punkte

Ein Drittligist im Eishockey-Palast


Gegentribüne

Totale auf die mit Fans gefülte Gegentribüne in der O2-Arena.

Halle (Saale)/MZ.

Der erste Eindruck ist immer der prägendste. Also steht Uwe Liebetrau, der Co-Trainer von Halles Saale Bulls, da und staunt. Es ist die Umkleidekabine, die er vor sich hat. Und die ist gewaltig. Geräumig, die Wände sind hell, das Holz der Bänke und Spinds ist freundlich. An der Wand hängt ein Fernseher mit Flachbildschirm. Und noch besser: Diese Kabine hat einen Nebenraum, ein Extrazimmer, in dem die Trainer ihre ungestörte Ansprache halten können. Alles ist so anders im Vergleich zur kleinen Keller-Umkleide daheim in der Eishalle in Halle. Liebetrau staunt: "Ich bin seit gut 40 Jahren im Eishockey unterwegs, aber das habe ich noch nicht gesehen."

Es ist eine völlig andere Welt, in der sich die Saale Bulls, Halles Drittliga-Team an diesem Sonntagnachmittag wiederfinden. Berlin, O2-World, direkt zwischen Fernsehturm und Spree, direkt in der Nähe des Ostbahnhofs steht die Arena. Es ist ein Eishockey-Tempel. Hier wird sonst Deutsche Eishockey-Liga (DEL) gespielt, Champions League, ab und zu mal Länderspiele. Aber dritte Liga? Das ist neu.

Welten scheinen zu liegen zwischen der heimischen Eissporthalle am Gimritzer Damm und dieser Arena. Peter Wagenfeldt, der rührige Manager des Oberliga-Vereins Fass Berlin hat das Erlebnis möglich gemacht. "Wir wollten schon lange mal in der O2-World spielen. Jetzt hat es endlich geklappt. Und wir haben uns bewusst ein Spiel gegen die Saale Bulls ausgesucht, damit wir das Haus auch so halbwegs voll bekommen." Halles Anhänger genießen einen guten Ruf. Und sie enttäuschen Wagenfeldt nicht. 600 Fans sind in vier Bussen und mit unzähligen Privatfahrzeugen nach Berlin gefahren. Sie genießen und staunen. Doch sie wundern sich auch. Denn größer, so stellt Saale-Bulls-Oberfan Locke, fest, ist nicht automatisch auch besser.

Bevor die Hallenser auflaufen dürfen, steht ein DEL-Spiel auf den Programm. 14 100 Zuschauer schauen sich den 4:2-Sieg der Eisbären Berlin gegen Iserlohn an. Darunter die Saale-Bulls-Anhänger, gemeinsam mit ihrer Mannschaft. Es ist T-Shirt-Wetter in der Arena. 15 Grad. Eishockey-Gefühl geht anders. Und vielleicht springt deshalb der rechte Funken nicht über. "Irgendwie ist es hier wie in der Oper", sagt Locke. "Die Stimmung verpufft schnell, verliert sich förmlich. Das ist eine andere Welt. Hier muss man ja überlegen, ob man mal ein lautes Lied singt. Jeder Zwischenruf scheint zu stören. Fast muss man sich entschuldigen, wenn irgendwas knistert."

Doch die DEL-Party mit vollen Zuschauerrängen ist ja sowieso nur Vorgeplänkel. Richtig los geht's erst danach. Und der Auftritt für die Saale Bulls beginnt mit Gewohntem. Marc Beyer und Marcus Schmidt greifen zum Arena-Mikrofon. Sie dürfen wie zu Hause in Halle ihr Team vorstellen. Und doch ist das hier so ganz anders. "Ein bisschen blöd, so ein Kaltstart, wenn man keine Ahnung hat, wie man in so einer riesigen Arena klingt."

Doch Beyer und Schmidt sind nicht die einzigen, die von der ungewohnten Umgebung irritiert sind. Die Mannschaft blockiert. Nach zehn Minuten steht es 0:2. Der Tabellenführer aus Halle, das Team, das jedes Spiel gewonnen hat, schlittert über das Eis. Als sei diese Arena einschüchternd. Aus dem Fass-Block ertönen hämische Schlachtrufe: "Ihr seid Erster, keiner weiß, warum!"

Es ist der Moment, in dem Verteidiger Tomas Burian auf der Bank seine Kollegen zusammenstaucht: "Kommt, wir dürfen uns hier nicht blamieren." Und auf einmal geht alles ziemlich einfach. Mitte der zweiten Halbzeit haben die Saale Bulls einen klaren Vorsprung herausgespielt. Am Ende steht es sogar 8:3. Die Arena hat ihren Schrecken nur kurz auf die Saale Bulls abgestrahlt. Im Gegenteil: Am Ende hat sie die Gäste aus Halle sogar inspiriert. Und so manche technische Spielerei an der Anzeigetafel, so kündigt der Sportliche Leiter Andreas Werkling an, könnte es bald auch daheim geben: Fotos von den Torschützen zum Beispiel.

Fotogalerie: Saale Bulls siegen in O2-Arena in Berlin
Volle Hütte


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