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Mz 16.12.2010

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 16.12.2010 06:10
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

Wir wollen immer besser werden

Das Ding steht im Moment in einer dunklen Ecke am Haupteingang der Eissporthalle. Das Ding, das ist ein Eishockey-Torwart, sauschwer, weil aus Messing gegossen und an die 40 Jahre alt. Kein Mensch weiß heute mehr, wer es hergestellt hat und wer Modell gestanden hat. Sicher ist nur, dass es seit der Einweihung der Eisanlage 1968 zum Inventar gehört. Mehr oder weniger zufällig stöbertBenjamin Thiede während des Gespräches mit der MZ das Ding auf. Und sofort ist klar, dass damit ein perfektes Fotomotiv gefunden ist. Für den März, den Höhepunkt der diesjährigen Eishockey-Saison. Für den Monat, der zu einem goldenen in der Geschichte der Saale-Bulls werden soll. Das passt, denn der Farbunterschied zwischen Messing und Gold ist nun tatsächlich so gewaltig nicht.
"Ja, wir freuen uns auf den März. Da haben wir erstmals die Chance, um den Aufstieg in die zweite Bundesliga mitzuspielen. Und da wollen wir uns so gut es geht verkaufen", sagt Benjamin Thiede. 29 Jahre ist er alt und seit vier Jahren gehört er zu den wichtigsten und erfolgreichsten Stürmern der Saale-Bulls. "Vielleicht ziehen wir gleich im ersten Anlauf das große Los. Wenn es noch nicht reicht, dann eben in ein oder zwei Jahren. Aber zweite Liga, das ist ein realistisches Ziel, das will ich in Halle auf jeden Fall noch miterleben."

Thiede weiß, wovon er spricht, und er weiß auch, dass die momentane Serie von 19 Siegen am Stück im März nichts mehr zählt. "Die Gegner, die wir dann vorgesetzt bekommen, das ist ein ganz anderes Kaliber als unsere Gegner aus der Oberliga." Die Einschätzung fast aller Oberliga-Trainer, dass Halle eigentlich zu stark für diese dritte Liga sei, will Thiede allerdings nicht so vorbehaltlos stehen lassen: "Es ist ja nicht so, dass wir alles so im Vorbeigehen gewinnen. Wir müssen uns ja jeden Sieg hart erarbeiten. Und uns dazu immer wieder neu motivieren. Auch für unsere treuen Fans. Denen können wir ja keine halben Sachen anbieten."

So lassen sich fast alle Spiele der gegenwärtigen Saison auch in zwei sehr unterschiedliche Teile zerlegen. Teil eins, das ist das Mannschaftsspiel, bei dem so lange unter Volldampf gespielt wird, bis der Sieg in trockenen Tüchern ist. Danach kommen dann die Einzelspieler zu ihrem Recht. "Jeder will dann natürlich auch mal versuchen, ein Tor zu machen oder einen Scorerpunkt für ein Zuspiel zu bekommen", sagt Thiede. "Und wir sehen auch zu, dass wir Spieler, die lange kein Erfolgserlebnis mehr hatten, in günstige Schusspositionen bringen. Es darf dann ruhig auch mal etwas auf eigene Faust, etwas Überraschendes, riskiert werden."

Das alles ist jedoch kein Selbstzweck, kein Spiel für die Galerie. "Wir wollen ja immer besser werden. Dazu gehört auch, dass wir neue Varianten in unser Spiel bekommen und damit für den Gegner schwerer auszurechnen sind", sagt Thiede. Vor allem die jungen Spieler sind bei diesem Plan gefordert, ausdrücklich aber auch der vor einem Monat neu verpflichtete tschechische Verteidiger Martin Cizek. "Mir persönlich gefällt, was er in der Defensivarbeit leistet. Ich zumindest kann mich da schon fast blind auf ihn verlassen", sagt Thiede. Aber: "Er muss sich auch mal etwas zutrauen. Nicht immer nur Sicherheitspässe spielen. Mal einen mächtigen Schuss von der blauen Linie abgeben. Selbst wenn der dann weit am Tor vorbeigeht, wird ihm niemand den Kopf abreißen."

Es ist noch eine Menge ausbaufähig. Vor allem das Spiel in Überzahl, das so genannte Powerplay, seit Jahren schon die Schwachstelle bei den Saale-Bulls. "Wir trainieren das pausenlos, sind dabei, unsere Spielzüge immer weiter zu automatisieren. Aber es stimmt, da haben wir immer noch Nachholbedarf", sagt Thiede und denkt da wieder in der Kategorie Immer-besser-werden. Bis zu den Tagen der Wahrheit im März. Wichtig auch: Bis dahin keine Verletzungen zu riskieren. "Bei einer 5:0-Führung zieht man doch mal ein Bein zurück", sagt Thiede. Auch das gehört zum Spielverständnis dieser Tage.


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