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#1

MZ 22.06.10

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 23.06.2010 08:19
von Susi #2 • Bones Freak :) | 5.664 Beiträge | 12788 Punkte



ESC-Chef Daniel Mischner begrüßt am Bahnhof Gregor Stein (rechts). Der hat noch keinen Führerschein.

HALLE/MZ. Er hört auf den Namen Stein, aber eigentlich wäre Schrank oder Mauer passender. Denn so versteht er sein Handwerk, als unüberwindbarer Gegenstand für seine Gegenspieler. Ohne Schonung für sich selbst. Aber immer auch im Rahmen der gebotenen Fairness, die im vermeintlich so rauen Männersport Eishockey noch immer oberstes Gesetz ist. So beschreibt Stein, Gregor mit Vornamen, auch seinen Beruf: "Blaue Flecken vergehen, Punkte bleiben."

Gregor Stein trägt ab September das Trikot der Saale-Bulls und er ist die erste wegweisende Neuverpflichtung für die neue Saison und darüber hinaus. Und das noch mit einer ganz besonderen Note, denn er kommt ausgerechnet vom bisherigen Erzrivalen, den Blue Lions aus Leipzig.

Für die hatte er zuletzt eine Super-Saison gespielt und ging in den Derbys mit Halle mit der Ausnahme des Pokal-Finals stets als Sieger vom Platz. Ein bisschen also Dortmund gegen Schalke künftig in der Eissporthalle? Gregor Stein wehrt

da zaghaft ab. "Ich habe natürlich die besondere Atmosphäre dieser Spiele mitbekommen. Aber eher doch in einer Rolle des Außenstehenden, der noch nicht so tief und so lange in dieser Region verwurzelt ist."

Gregor Stein kommt aus einer der schönsten, vor allem der wärmsten Ecken Deutschlands. Aus Freiburg im Breisgau. Bei den Wölfen hat er mit Schlittschuhen und dem Eishockeyschläger erste Bekanntschaft geschlossen, danach zehn Jahre lang in Wien für Nachwuchsmannschaften und sogar in der österreichischen Nationalliga gespielt. Nächste Station waren die Eisbären in Berlin, es folgten Einsätze bei den Nachwuchs-Weltmeisterschaften der 18- bis 20-Jährigen. Und schließlich das Gastspiel in Leipzig. Georgi Kimstatsch, der Rekordspieler der Saale-Bulls, der jetzt als Scout unterwegs ist, machte ihm schließlich den Weg nach Halle frei. Mit dem Segen von Trainer Jiri Otoupalik, der Stein in den Rang seines absoluten Wunschspielers hob.

Stein mit den Gardemaßen von 100 Kilo Lebendgewicht verteilt auf die stattliche Höhe von 1,91 Metern hat das Talent und die Ansprüche, Eishockey weit über der dritten deutschen Liga zu spielen. Ansprüche, die sich mit denen der Saale-Bulls decken. "Wir wissen, dass wir mit Stein einen absoluten Glücksgriff gemacht haben. Deshalb sind wir bei seiner Verpflichtung auch völlig neue Wege gegangen", sagt Saale-Bulls Präsident Daniel Mischner.

Erstmals überhaupt in der Geschichte des Vereins wurde mit einem Spieler ein Vertrag geschlossen, der weit über das sonst übliche Maß einer Eishockey-Saison von sieben, acht Monaten hinausgeht. Mischner: "Wir haben Gregor Stein für drei Jahre unter Vertrag genommen. In dieser Zeit wird er in Halle auch noch eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann machen."

Für Stein hat das die Konsequenz, dass er während der Eishockey-Sommerpause auch noch als Möbelpacker beim Umzug nach Halle beschäftigt ist. "Ein richtig guter Ausgleichssport, oder?", sagt er. Er versichert aber glaubhaft, dass er auch sonst die Beine nicht hoch gestreckt hätte. "Ich gehe fast täglich ins Fitness-Studio, meistens zusammen mit zwei guten Freunden aus Leipziger Zeiten, Florian Eichelkraut und Sebastian Lehmann. Ich hoffe, die beiden Chaoten kommen auch noch nach Halle."

Womit Stein wieder den Bogen zur ewig spannenden Rivalität der beiden mitteldeutschen Eishockey-Vereine geschlagen hat. "Ich hatte dort eine schöne Saison, aber nur, was die sportliche Seite betrifft. Ansonsten haben wir Spieler die ewigen finanziellen Engpässe bis hin zur Insolvenz des Vereins ja hautnah miterlebt und ewig auf unser Geld warten müssen. Aber das ist Vergangenheit. Ich will jetzt keine dreckige Wäsche waschen." Gelernt hat er aber aus der ganzen Misere, dass er bei allen künftigen Vereinen, bei denen er unterschreibt, vorher genau hinschaut, ob dort auch Anspruch und Wirklichkeit übereinstimmen.

"So groß ist die Eishockey-Welt in Deutschland nicht. Es spricht sich schnell herum, welche Vereine seriös wirtschaften und pünktlich ihre Gehälter zahlen und wer die schwarzen Schafe sind", erzählt Stein. Er muss danach nicht weiter kommentieren, zu welcher Kategorie die Saale-Bulls gehören. Seine Unterschrift unter den Vertrag lässt keine zwei Meinungen zu. "Ich kann mich auch mit den sportlichen Zielen des Vereins identifizieren, der in absehbarer Zeit in der zweitenBundesliga spielen will. Das imponiert mir."

Ein Ziel, das für die Saale-Bulls mit ihrem neuen Schrank, pardon: Stein, wieder ein Stück näher gerückt ist. Und Präsident Daniel Mischner kündigt an, dass in den nächsten Tagen noch weitere Spieler aus Leipzig nach Halle umziehen werden.


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