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ESC Halle 04 e.V. 15.03.2010

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 16.03.2010 06:21
von Stephan • Chefchen | 18.645 Beiträge | 109717 Punkte

Bulls nach 4:4 Pokalsieger 2009/10 !

Da es beim Eishockey im Normalfall keine Unentschieden gibt, entscheidet eine Verlängerung oder aber direkt das Penaltyschießen über Sieger und Verlierer. Aber wie in jeder anderen Sportart hat auch im Eishockey der Pokal seine eigenen Gesetze und so erlebten die Anhänger des ESC Halle 04 e.V. am Sonntag ein Novum: Die Saale Bulls erkämpften sich gegen die Blue Lions aus Leipzig im finalen Spiel um den Ligapokal der Regionalligen Nord und Ost ein 4:4 und konnten sich direkt als Sieger fühlen – aufgrund des mit 2:1 gewonnenen Hinspieles ist der ESC Halle 04 e.V. Pokalsieger 2009/10 !

Es war am Sonntag Abend alles angerichtet für ein packendes Pokalfinale zwischen den beiden „ewigen Derbyrivalen“ – doch dass, was beide Teams boten, überbot noch alle im Vorfeld getätigten Erwartungen um ein Vielfaches und sorgte so für das wohl spannendste und packendste Eishockeyspiel aller Zeiten am Gimritzer Damm.

Wer dachte, dass es ein von Taktik und hauptsächlich defensiv stehenden Mannschaften geprägtes Spiel werden würde, musste sich bereits nach sieben Spielminuten eines Besseren belehren lassen: Arthur Gross konnte die erste Strafe des Spieles nutzen und in Überzahl die 1:0-Führung für die Gastgeber erzielen. Damit standen die Leipziger nun früh im Zugzwang, wollten sie das Finale noch für sich entscheiden. Die erste größere Chance, den mittlerweile aus Hin- und Rückspiel erzielten 3:1-Vorsprung der Bulls zu verringern, bot sich den Gästen dann ab der elften Minute. Nachdem kurz hintereinander Tomáš Burian und Kai Schmitz für jeweils zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen mussten, sahen sich die verbliebenen drei Bulls für anderthalb Minuten fünf blau-gelben Akteuren gegenüber. Doch aus dieser sich bietenden Gelegenheit konnten die Lions – auch aufgrund des hervorragenden Penalty-Killings der Bulls – keinen Nutzen ziehen. Im Gegenteil: Nur drei Sekunden, nachdem die Saale Bulls wieder in voller Stärke auf dem Eis waren, konnte Martin Miklik zum 2:0 einnetzen – die Vorentscheidung zugunsten der Hallenser ? Mit einer scheinbar beruhigen 2:0- (und damit einer insgesamt 4:1-)Führung ging es in die erste Drittelpause.

Was auch immer Gäste-Coach Travnicek seinen Jungs in der Kabine mit auf den Weg gegeben hat – es hat seine Wirkung nicht verfehlt. Direkt nach Wiederanpfiff erzielte Lars Hoffmann den Anschlusstreffer zum 2:1, dem nur zwei Minuten später der 2:2-Ausgleich durch Potac folgen sollte. Wie im ersten Drittel erfolgte auch im mittleren Spielabschnitt nach dem zweiten Treffer eine Auszeit – Bulls-Coach Otoupalik rüttelte seine Jungs wach und teilte ihnen mit, dass die Drittelpause vorbei sei. Doch es nützte nichts: In der 27.Spielminute gelang dann Daniel Bartell nach einem kapitalen halleschen Stockfehler die 3:2-Führung für die Leipziger – und dass bei Überzahl Halle. Die Saale Bulls in diesem Drittel komplett von der Rolle, die Lions dagegen spielten sich in einen wahren Rausch – die Folge war das 4:2 der Leipziger in der 34.Minute durch Lars Hoffmann. Sollten sich die Jungs um Kapitän Kasperczyk alles, was sie sich in den ersten 80 Spielminuten beider Finalspiele aufgebaut haben, in nur 13 Minuten wieder aus der Hand gegeben haben ? Erinnerungen an die Saison 2005/06 wurden wach, als die Saale Bulls einen sicheren 3:0-Vorsprung in nur 84 Sekunden verspielten und am Ende mit 3:4 n.P. gegen die Piranhas vom Rostocker EC verloren – auch damals ein finales Spiel in den Play-offs.

Nach einem aus hallescher Sicht indiskutablen zweiten Drittel ging es mit 2:4 in die zweite Pause und niemand, wirklich niemand der offiziell 2.347 Zuschauern konnte sagen, wie diese Partie enden wird. Da im Gegensatz zum Fußball im Pokalfinale nicht die Auswärtstorregelung zählt, würde den Bulls im letzten Drittel ein Treffer genügen, um die Entscheidung eventuell im Penaltyschießen zu suchen.

Mit diesem Wissen ging es dann zurück auf das Eis, wo das letzte Drittel von einem sehr gut pfeifenden Hauptschiedsrichter Pupello angepfiffen wurde. Es waren knapp 100 Sekunden gespielt, als Kapitän Kasperczyk jenen so wichtigen Treffer erzielte und somit seine Mannschaft zurück ins Spiel brachte. Müßig zu erwähnen, dass die Stimmung auf den Rängen sowie in beiden Fanlagern mittlerweile auf ihren Höhepunkt zusteuerte. Als dann auch noch Alexander Rusch in der 46.Minute das 4:4 – und somit die insgesamt 6:5-Führung – für die Saale Bulls erzielte, kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr. Trotzdem spürte ein jeder, dass hier noch rein gar nix entschieden ist. Als sich die Bulls in der 51.Minute erneut für anderthalb Minuten mit nur 3 Mann gegen die Lions zur Wehr setzen mussten, befürchten viele Anhänger schon die Entscheidung zugunsten der Löwen. Doch auch aus diesem Vorteil konnten die Gäste keinen Nutzen ziehen. In der 56.Spielminute war es dann jedoch passiert – der Puck zappelte erneut im Netz hinter Norbert Pascha. Nach Rücksprache mit den Linesmen entschied der HSR jedoch, dem Treffer die Anerkennung zu verweigern, da der Puck den entscheidenden Kick von einem Schlittschuh erhalten hat. Auch wenn man – je nach „Lagerzugehörigkeit“ – über diese Entscheidung diskutieren kann: Beim vierten Treffer der Leipziger überschritt der Puck auch nicht die Torlinie.

Die letzten Minuten waren dann nur noch geprägt von Hoffen und Bangen, dass 4:4 über die Zeit zu retten. Die Leipziger, die mittlerweile Torwart Ondraschek für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen haben, rannten gegen das Bulls-Tor an – doch es reichte nicht mehr. Um 20.31 Uhr war es perfekt – die Saale Bulls sind Pokalsieger 2009/10 und konnten damit nach der Meisterschaft 2004/05 den zweiten großen Erfolg der Vereinsgeschichte erringen.

Fazit: Ein grandioses Pokalspiel zweier gleichstarker Mannschaften war Werbung pur für Eishockey und fand mit den Saale Bulls den vielleicht glücklicheren, aber definitiv nicht unverdienten Sieger. Der Dank gebührt aber auch den Blue Lions Leipzig, welche sich trotz aller Querelen abseits des Eis als ein fairer Verlierer erwiesen und den Bulls alles abverlangten – Respekt an dieser Stelle für das spielerische Personal sowie das Trainergespann der Messestädter. (Jy)

Zahlen & Fakten zum Spiel: 1:0 (06:56) Gross (Thiede, Miklik) PP1 2:0 (13:23) Miklik (Thiede, Burian) 2:1 (20:45) Hoffmann (Lehmann) 2:2 (22:58) Potac (Eichelkraut, Lehmann) 2:3 (26:49) Bartell SH1 2:4 (33:37) Hoffmann (Rohacik, Ondraschek) 3:4 (41:44) Kasperczyk (Hruby, Miklik) 4:4 (45:21) Rusch (Schubert, Glück)

Strafen: 14 – 10 HSR: Pupello, LSR: Böhm, Mänicke ZS: 2.347



* fünftes Remis der Vereinsgeschichte, das zweite davon gegen die Blue Lions
* die Vorlage zur 1:0-Führung war der 150.Scorerpunkt für Benjamin Thiede im Bulls-Trikot Petr Hruby gab seine 100., Martin Miklik sogar seine 150. Vorlage im 04-Trikot – beides beim dritten halleschen Treffer
* Martin Miklik ist Halles „Mr.Pokal“ 2009/10: in 12 Spielen steuerte er 8 Treffer und 9 Vorlagen bei


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