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black-dragons-erfurt.de, 08.02.10

in Pressemeldungen über die Saale Bulls 08.02.2010 12:37
von Stephan • Chefchen | 18.630 Beiträge | 109642 Punkte

Eine Nummer zu groß

Geld schießt halt doch Tore. In der Eishockey-Regionalliga allemal. Wenn es eines Beweises dieser These bedurft hätte, traten ihn die Saale Bulls gestern Abend beim Gastspiel in Erfurt eindrucksvoll an. Sie deklassierten die Black Dragons zum vierten Mal in dieser Saison - diesmal mit 7:2.

Halles tschechischer Stürmerstar Martin Miklik traf gestern drei Mal und bereitete einen Treffer vor. Doch allein sein Gehalt dürfte reichen, um in Erfurt den Jahresetat von zwei Nachwuchsmannschaften zu sichern. Von diesen Hochkarätern für die Spielklasse der Regionalliga Ost haben die Hallenser gleich mehrere zu bieten. Daher verwunderte es nicht, dass sich dieser Unterschied auch im Ergebnis widerspiegelte.

"Eine ganze Klasse besser, läuferisch wie technisch", befand Erfurts Eishockey-Oldie Werner Belitz. Schon in den ersten fünf Minuten musste ihm und den 817 Zuschauern Angst und Bange um ihre Drachen werden. Denen gelang schlichtweg nichts. Weder hinten noch vorne passte es, keine Abstimmung, keine Struktur im Spiel. Halle merkte das, nutzte die Startschwierigkeiten der Hausherren zu zwei schnellen Toren durch eben jenen Martin Miklik. Nach vier Minuten 0:2 hinten, nach elf Minuten 0:3. "Nur noch sieben sangen" sangen die mitgereisten Saale Bulls-Fans und hofften auf ein zweistelliges Resultat.

Beim katastrophalen Spiel der Erfurter schien das aufgrund des Beginns auch gar nicht von der Hand zu weisen. Doch kam es erst einmal ganz anders. Innerhalb von 54 Sekunden traf Erfurt durch Enrico Manske und Zbynek Marak zwei Mal (14.). Und das jedes Mal bei eigener Unterzahl. Das darob euphorische Publikum glaubte an eine Wende, zumal die Black Dragons nun massiv auf den Ausgleich drängten. Doch der kam nicht. Stattdessen trafen die Gäste wieder - durch Miklik (28.). Und es kam ganz dicke für die Gastgeber.

Hatte Schiedsrichter Kühnel bis dahin bei zwei üblen Fouls gegen die Drachen Milde walten lassen, griff er bei einem Check von Oliver Kämmerer gegen Kilian Glück (32.) dagegen umso härter durch - Matchstrafe plus fünf Minuten. Völlig überzogen, zumal der theatralisch zu Boden gesunkene Glück kurz darauf wieder unversehrt auf dem Eis auftauchte und sich fortan die "Schauspieler"-Rufe des Publikums gefallen lassen musste. Ungeachtet dessen wussten die Bulls die Strafzeit zum vorentscheidenden 2:5 zu nutzen.

Doch auch ohne diese diskussionswürdige Aktion zur Spielmitte hätte sich am Ausgang wohl nicht viel geändert. Den schnellen und technisch versierten Gästen hatten die Black Dragons einfach nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Die vielen Strafen kosteten Kraft, die wenigen Chancen wurden vergeben, die Bulls spulten routiniert ihr Pensum herunter, bauten den Vorsprung Tor um Tor aus.

Hätte Martin Otte nicht wieder einen tollen Tag erwischt und mit zahlreichen klasse Paraden geglänzt, wäre es am Ende womöglich tatsächlich zweistellig geworden. So aber plätscherte die Partie im letzten Abschnitt vor sich hin. Einziger Aufreger: "Schauspieler" Glück durfte nach einer Faustattacke gegen Istvan Pal auch vorzeitig duschen gehen.

Erfurt muss nun zusehen, in den Spielen gegen die gleichwertige Konkurrenz den an Niesky verlorenen dritten Tabellenplatz wieder zu erobern. Schon am nächsten Samstag in Schönheide und tags darauf zu Hause gegen FASS Berlin bietet sich die Gelegenheit dazu.

Black Dragons Erfurt: M. Otte, Donnelly, C. Kämmerer, Neumann, Hofmann, Pal, Grosch, O. Kämmerer, Vavroch, C. Fischer, O. Otte, Nickel, Marak, Giesel, Manske, Weise, Schmidt. T.: 0:1, 0:2 Miklik (2., 4.), 0:3 Gross (11.), 1:3 Manske (14.), 2:3 Marak (15.), 2:4 Miklik (28.), 2:5 Thiede (37.), 2:6 Zille (43.), 2:7 Fadrny (53.). Z.: 817, Strafminuten: Erfurt 49, Halle 22+20.


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