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Bulls siegen locker beim angeschlagenen Vize-Meister des Vorjahres
von Martin93 In der Kategorie Allgemein am 13.02.2012 um 00:37 Uhr.



Gestern Abend gewann der MEC Halle 04 souverän mit 2:8 (0:2, 1:2, 1:4) bei den Wild Boys Chemnitz, der ihren gesamte Situation damit sich weiterhin verschlechtert.

Das Spiel begann sehr zerfahren, beiden Mannschaften merkte man an, dass die wichtigsten Entscheidungen schon vorher gefallen waren. So tat man sich, eigentlich über das ganze Spiel gesehen, nicht großartig weh. Was man auch anhand der Strafen-Statistik entnehmen kann. Halle hatte zwar ein klares Übergewicht an Chancen und Spielanteilen, konnte aber wie so häufig nichts Zählbares sich erarbeiten. Die zwischenzeitliche Überzahl wurde kläglich verspielt. Als der ERV vollzählig war sah man, dass einige Spieler nicht voll bei der Sache waren. Hüben wie Drüben wurden teilweise verheerende Fehlpässe gespielt, zu nutzen wusste es aber keine Mannschaft. In dem ausgeglichenen Spiel konnte nach 12 Minuten der MEC in Führung gehen. Aufgrund der doch besseren Möglichkeiten verdiente man sich den Treffer zum 0:1. Die Entstehung allerdings war auch nicht zufriedenstellend. Benjamin Thiede spielte einen tollen Pass auf Artur Grass, der erst freistehend aus 3 Metern verzieht, um es kurz später dann doch besser zu machen. Nach Wiederanpfiff hatte der Gastgeber sofort die Riesenchance zum Ausgleich, nachdem mehrere Hallenser Spieler noch geschlafen hatten. Die Wild Boys übernahmen dann leicht die Kontrolle. Das beste Beispiel lieferte Felix Schümann, der Eric Wunderlich überlief und nur durch ein penaltyreifes Foul gestoppt werden konnte. Der Schiri ließ zum Erstaunen der Zuschauer das Spiel weiterlaufen. Bis zur Pause erhöhte dann Ivan Kolozvary im Nachsetzen zur beruhigenden 0:2 Führung.

Im zweiten Durchgang war das Bild genauso wie im ersten Abschnitt. Halle diktierte das Spiel, ohne groß dabei zu dominieren. Chemnitz hielt gut dagegen besonders dann wenn mal eine Unterzahl auf dem Programm stand. Die Vorentscheidung fiel in der 26. Minute. Max Veltwisch spielte einen tollen Pass in den Lauf von Maximilian Merkle. Er lief weiter und zog dann aus rechter Position flach ab und traf eiskalt zum 0:3. Dann hatten die Bullen sprichwörtlich ihre 5 Minuten. Strafe nach Strafe zog der MEC, aber selbst ein doppeltes Unterzahlspiel wurde erfolgreich abgewehrt. Das Spiel verflachte zunehmend, um kurz vor der zweiten Pause nochmals an Fahrt auf zu nehmen. Erst traf Halle durch Schubert zum 0:4. Den vorläufigen Schlusspunkt setze aber der sehr auffällige Tobias Rentzsch. Er überraschte Robert Wolfermann und erwischte ihn auf dem komplett falschen Fuß in der kurzen Ecke. Mehr als ein Anschlusstreffer sollte es aber nicht sein.

In Drittel 3 merkte man dem kleinen Chemnitzer Kader den Kräfteverschleiß nach der schweren Partie tags zuvor in Leipzig an. In regelmäßigen Abständen erhöhten die Saale Bulls. Aus dem 1:4 machten Kolozvary, Martin, Polak und Bigam innerhalb von 8 Minuten ein 1:8. Zwischen den Treffern 7 und 8 lagen gerade einmal 21 Sekunden! Dabei wurde ein Tor schöner herausgespielt als das Andere. Der Spieler des Monats Januar in Chemnitz, Patrick Fücker, konnte einem im Tor vom ERV nur noch leidtun. Aus 2 weiteren Powerplays konnte der MEC wieder keinen Treffer erzielen, somit fielen alle Tore bei gleicher Spielerstärke. Ein wenig Ergebniskosmetik konnten die Gastgeber noch betreiben. Der angeschlagene Wolfermann konnte einen Schuss von Keven Frank nur in die Mitte abprallen lassen, den Nachschuss netzte dann Michael Stiegler ein. Dies sollte der Schlusspunkt vor gerade einmal 211 Zuschauern sein!

Während beim letztjährigen Vize-Meister Chemnitz weiter alles den Bach runter gehen zu scheint, fängt für den MEC erst die wichtige Saisonphase an. Am Freitag empfängt man vor einer großen Kulisse den ECC Preussen Juniors Berlin um 20 Uhr in der Volksbank-Arena!
Anschließend kommt es zur großen Meisterfeier. Viel Zeit zum großen Feiern bleibt aber weder der Mannschaft noch den Fans, schließlich muss man nicht mal 24 Stunden später zum letzten Mitteldeutschen Derby der Saison in Leipzig antreten. Aufgrund der aktuellen Tabellensituation wird es wohl doch kräftig zur Sache gehen in der Messehalle 6! (MB)



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